Start AKK Aktion Ausbildungslotsen startet erneut in AKK

Aktion Ausbildungslotsen startet erneut in AKK

AKK – Im März startet zum 22. Mal die „Aktion Ausbildungslotsen“ mit Schwerpunkt in den drei AKK-Vororten Amöneburg, Kastel und Kostheim. Diese Aktion unterstützt Jugendliche, die nach der regulären Schulzeit mit einem relativ schwachen Hauptschul- oder Realabschluss nicht die besten Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben, bei der Suche nach und der Bewerbung auf einen für sie geeigneten Ausbildungsplatz. Sie richtet sich an Jungen und Mädchen aus einer deutschen oder ausländischen Familie, die zwischen 15 und 18 Jahre alt sind. „Unser Ziel ist es, eine Eins-zu-eins-Betreuung zu gewährleisten“, erläuterte Koordinator Bernd Geide vom katholischen Gemeindezentrum St. Elisabeth in den Kasteler Krautgärten, der seit 2013 dieses Projekt betreut, im Gespräch mit der Lokalen Zeitung. Das bedeutet, dass die rund 25 betreuten Schüler im Idealfall individuell von je einem Ausbildungslotsen begleitet werden. Im Vorjahr gab es aber „nur“ zwölf Lotsen, sodass nach Möglichkeit weitere Lotsen generiert werden sollen. Das können etwa Studenten, Mütter oder Rentner sein.

Die Ausbildungslotsen helfen den Schülern bei der Erstellung von ansprechenden Bewerbungsunterlagen, bei der Suche nach freien Praktikums- oder Ausbildungsplätzen sowie bei der Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche und Eignungstests. Dabei profitieren die Schüler von der Lebens- und Berufserfahrung ihrer Lotsen. Die Lotsen sollten Verständnis für die Jugendlichen aufbringen und mit Einfühlungsvermögen, Engagement und gesundem Menschenverstand agieren. Im Einzelfall kann die Beratung zum weiteren Besuch einer berufsvorbereitenden Schule angebracht sein, erläutert Geide. Ein erstes Vorbereitungstreffen findet am Donnerstag, 15. März, um 17 Uhr in der Kostheimer Wilhelm-Leuschner-Schule statt. Danach werden Teams gebildet, die sich fortan für etwa zwei Stunden pro Woche treffen. Zwischendurch findet ein Lotsentreffen zum Erfahrungsaustausch statt. Die Aktion endet üblicherweise im September oder Oktober.
Eine „Überbetreuung“ sollte vermieden werden, betont Geide. Das bedeutet, dass sich die Lotsen zwar für die Jugendlichen einsetzen, ihnen aber nicht zu viel abnehmen sollen. Sie sollen keine Berufsberatung erteilen, sondern allenfalls eine Entscheidungshilfe geben und vor allem persönliche und praktische Hilfe im Bereich Organisation und Motivation der Jugendlichen leisten. Unterstützt wird die Aktion von Berufsberaterin Stefanie Berlenbach von der Agentur für Arbeit in Wiesbaden sowie von drei Schulsozialarbeitern: Thomas Knorr und Susanne Christian von der Kostheimer Wilhelm-Leuschner-Schule sowie Anna Riemer von der Kostheimer Albert-Schweitzer-Schule. Die Erfolgsquote des Projektes ist übrigens gut: Im vergangenen Jahr wurden von 28 betreuten Jugendlichen in AKK 22 in eine Ausbildung oder berufsvorbereitende Schule vermittelt, was einer Vermittlungsquote von 78,6 Prozent entspricht.
Weitere Infos gibt’s beim Leiter der Aktion Ausbildungslotsen in AKK, Bernd Geide, Telefon 06134/729982, Email an Bernd.Geide@gemeindezentrum-sankt-elisabeth.de, oder unter www.gemeindezentrum-sankt-elisabeth.de.

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Ich bin gebürtiger Mainzer, Jahrgang 1967, und seit mehr als 20 Jahren hauptberuflich journalistisch in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport tätig. Für Journal LOKAL - die lokale Zeitung berichte ich seit 2014 aus Bretzenheim, Hechtsheim, Lerchenberg, HaMü, AKK und der Oberstadt sowie aus Finthen und Gonsenheim. In meiner Freizeit fahre ich gerne Fahrrad. Weitere Hobbies sind Tennis, Fußball und Aquaristik.