Bald beginnt die Fastenzeit. Ehrlich gesagt habe ich mich damit nie näher befasst. Ich weiß nur, dass meine Freundin in dieser Zeit z.B. keinen Alkohol trinkt. Jetzt habe ich mich mal etwas näher damit auseinandergesetzt und gelesen, dass man als äußeres Zeichen von Buße auf Dinge verzichten soll, die einem angenehm und lieb sind. Zum Glück steht da „Dinge“, sonst hätte ich die gesamte Familie samt Freunden 40 Tage in die Wüste schicken müssen.
Als Beispiele aufgeführt sind Alkohol, Schokolade und Autofahren. Hm…. Hoffentlich liest das kein Busfahrer oder einer der vielen, vielen LKW-Fahrer, die all die Dinge, die uns angenehm und lieb sind, tagtäglich zu uns bringen. Stopp – ist ja nicht schlimm! Wenn wir auf diese Dinge verzichten sollen, muss sie ja auch niemand zu uns bringen. Die Supermärkte könnten dann mal die Regale gründlich reinigen, wenn sie für 40 Tage leer sind. Ein weiterer Hinweis: Eine volle Mahlzeit am Tage, ansonsten nur zwei kleine Zwischengerichte – das ist, je nach der Auswahl der vollen Mahlzeit – auch noch gesund.
Zu „Dingen“ gehören auch Handy, PC und Fernseher – hier wäre ein Fasten sicher gar nicht verkehrt, nicht nur, um Buße zu tun, sondern um sich mal wieder auf anderes zu besinnen. Wenn alle feste fasten, wird das Leben definitiv ruhiger und entspannter.
Aber was ist mit Festen? Geburtstage, Hochzeiten, Jubiläen…. Das ist sicher nicht so einfach, hier zu fasten. Vor allem, wenn jede Menge Leckereien angeboten werden. Da kann man schon in Versuchung kommen.
Ich glaube, so ganz konsequent kann man das schwerlich über 40 Tage durchziehen. 40 Tage ohne Autofahren – wie kommt man zur Arbeit, wenn der Job nicht vor der Haustür angesiedelt ist? Ein gesundes Mittelmaß ist sicher ein guter Weg. Einmal ein bisschen kürzertreten in jeder Hinsicht, einmal ein bisschen besinnen, ein bisschen innehalten, ein bisschen entschleunigen, ein bisschen weniger Handy, Internet und Fernseher – das würde uns sicher allen guttun.
Ich wünsche Ihnen eine schöne, erholsame Fastenzeit.

Ihre Angelika Förster