Hat Sie heute schon jemand oder etwas so richtig genervt? Haben Sie sich über etwas oder jemanden in den letzten 3 Tagen so richtig aufgeregt? Über wen oder was haben Sie sich heute ganz doll gefreut, worüber waren Sie von Herzen dankbar?
Geht es Ihnen auch so, dass Sie auf die ersten beiden Fragen schneller und vielleicht sogar mehr Antworten finden, als auf die beiden letzten?
Der Zug hat Verspätung, der Drucker druckt nicht, bei dem Handwerker, den man anruft, läuft nur das Band, an der Kasse im Supermarkt, an der man ansteht, geht es am langsamsten voran und das neue Rezept, das man ausprobiert hat, ist voll danebengegangen.
Dass das Ersatzessen lecker war, dass die Müllmänner (ausnahmsweise) mal die geleerte Tonne nicht mitten auf dem Bürgersteig als Hindernis für Fußgänger und Radfahrer aufgebaut haben, sondern sie in die Einfahrt gestellt haben, dass der Handwerker zurückgerufen hat oder dass man auf Anhieb im dicksten Betrieb einen Parkplatz gefunden hat, wo man ihn brauchte – das wird oft gar nicht wirklich zur Kenntnis genommen. Nicht so schöne Dinge empfindet man als Schikane des Lebens, die positiven Dinge sehen wir allzu oft als selbstverständlich an.
„Dankbarkeit: Sie ist der schnellste Weg zum Glück“ (Barry Neil Kaufmann, Psychologie-Professor).
Wenn wir uns unwohl fühlen, sollen wir – so empfiehlt er – unsere Aufmerksamkeit auf etwas lenken, für das wir dankbar sind. Dadurch ginge es uns sofort besser.
Um Dankbarkeit zu „üben“, kann man ein Dankbarkeits-Tagebuch führen. Jeden Abend schreibt man dort hinein, wofür man an diesem Tag dankbar war, was gut ist im Leben.
Nicht nur, dass ein solches Büchlein dazu „zwingt“ darüber nachzudenken, was gut ist, wofür man dankbar sein kann, ist es auch eine Hilfe, wenn ein Tag kommt, der so gar nichts Schönes vermuten lässt. Einfach in dem Büchlein lesen und sich vor Augen führen, wofür man dankbar war und sein kann. Probieren Sie es doch einmal aus!

Ihre Angelika Förster