… bin ich auf einen Artikel über Prägungen und Konditionierungen in der Kindheit gestoßen. Ein Thema, das ich sehr interessant und faszinierend finde.
Wie das mit dem Gesetz der Anziehung so ist: Keine zwei Tage später kam eine Beitrittsanfrage zu meiner Facebook-Gruppe zu diesem Thema. Eine Frau stieß zu uns und es stellte sich heraus, dass sie eine Gruppe zum Thema inneres Kind hat. Schnell kam dann das Thema Prägungen und Konditionierungen in der Kindheit auch hier in unsere Diskussionsrunde.
Viele dieser Prägungen sind uns gar nicht bewusst. Das können Sätze sein, die wir immer wieder hörten, am bekanntesten wohl „Dazu bist du zu klein/zu steif/zu unbeholfen/zu ungeschickt!“
Es können auch Konditionierungen entstehen, wenn z.B. beide Eltern arbeiten, nicht viel Zeit für das Kind haben. Ist das Kind aber mal krank, dann bleibt ein Elternteil zuhause, kümmert sich um das Kind, es bekommt sein Lieblingsessen, es wird vorgelesen, gespielt, das Kind steht im Mittelpunkt. Hieraus kann sich unter Umständen die Konditionierung entwickeln: „Wenn ich krank bin, bekomme ich die Aufmerksamkeit und Zuwendung, die ich brauche.“ Diese Kinder werden dann als Erwachsene oft krank, wenn ihnen Zuneigung und/oder Aufmerksamkeit fehlen.
Kinder, die gelobt werden, wenn sie gute Noten in der Schule haben, wenn sie „funktionieren“, können durchaus als Erwachsene (viel zu) hohe Ansprüche an sich stellen, weil sie Anerkennung und Lob brauchen, was sie vermeintlich nur bekommen, wenn sie gute Leistungen erbringen.
Es gibt viele Beispiele – wer sich die Zeit nimmt, hier mal auf Spurensuche zu gehen, findet meist solche Auswirkungen. Ich bin dann auch mal auf Spurensuche gegangen und mir kamen die Wohnungen in den Kopf, die wir in meiner Kindheit hatten.
Als ich 3 Jahre alt war, sind meine Eltern mit mir in ein Haus in der Schulstraße gezogen. Und siehe da: Knapp 4 Jahre später ging ich in die Schule! Passt!
Wir mussten 7 Jahre später dort ausziehen, das war ziemlich heftig, das Haus wurde verkauft und es gab sehr viel Ärger mit den neuen Besitzern. Das Haus, in dem meine Eltern eine „Postwohnung“ bekamen, war noch nicht fertig, da meine Mutter aber schwanger und ein Wohnenbleiben nicht möglich war, zogen wir für 3-4 Monate noch einmal um. In die Laubenheimer Straße. 30 Jahre später bin ich mit Mann und Kind aus Gustavsburg weggezogen – nach Mainz-Laubenheim. Passt!
Dort wohnten wir in der Groß-Gerauer-Straße. In Groß-Gerau hat mein damaliger Mann am Krankenhaus gearbeitet und in Groß-Gerau wurde meine Tochter geboren. Passt!
Dann kam das AHA-Erlebnis schlechthin. Die Postwohnung war in der Albert-Einstein-Straße. Und was soll ich sagen: Ich habe grauweiße Haare wie Albert Einstein und bin ein kleines Genie geworden! Passt!

Ihre Angelika