Haben Sie manchmal auch das Gefühl, dass es von allem irgendwie zu viel gibt? Dass Sie nicht mehr in der Lage sind, noch alles verstehen oder erfassen zu können? Es wird alles immer umfangreicher, größer, komplizierter – manchmal kommt ein Gefühl der Überforderung. Es gibt zu viele Bücher, die man lesen, zu viele Webseiten, die man durchforsten will, zu viel Auswahl an Tapeten, wenn das Wohnzimmer tapeziert werden soll und außerdem viel zu viele Joghurtsorten.
Manchmal glaube ich, den Überblick zu verlieren, ich frage mich, was eigentlich richtig und was falsch ist. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, zwischen denen wir uns entscheiden können oder oft sogar müssen.
Wie findet man aus diesem Wirrwarr heraus? Ich glaube, es ist hilfreich, sich zu fragen, was wichtig ist im Leben, was uns gut tut und was nicht und welche Sicht wir auf Themen wie zum Beispiel Sinn, Freundschaft, Liebe, Wohlstand oder Erfolg haben. Wenn wir uns Klarheit darüber verschaffen, was wir wollen und was nicht, dann können uns die ganzen „zu viels“ nicht mehr so leicht aus der Ruhe bringen oder verunsichern. Solange wir nicht wissen, was uns wichtig ist, wo wir „hin“ wollen, tauchen immer wieder mal Überforderung, Zweifel oder Unentschlossenheit auf. Die Antworten auf Fragen nach dem, was für uns richtig, gut, wohltuend und wichtig ist, geben uns in Situationen, in denen wir zweifeln oder hadern einen Halt, sie bilden Fixpunkte, an denen wir uns orientieren können, ähnlich den Gestirnen, an denen sich früher die Seefahrer orientiert haben. Wenn Sie also einmal das Gefühl haben, zu viel von allem um sich herum zu haben, suchen Sie nach Fixpunkten. Im ganz normalen Alltag kann das womöglich ein Erdbeerjoghurt sein, wenn Sie sich nicht zwischen Joghurt „Russischer Zupfkuchen“, „Käsekuchen-Mandarine“ oder „Stracciatella“ entscheiden können.

Ihre Angelika Förster