Wenn meine Tochter fragt, ob ihre Tochter zu mir kommen kann, weil sie (meine Tochter) einen Termin hat, sage ich meist: „Kein Thema! Klar!“
Wenn mein Mann unterwegs ist und ich ihn anrufe und ihn bitte, etwas mitzubringen, sagt er immer: „Kein Thema! Mach` ich!“
Fragen, die mit „Könntest du eventuell….“ beginnen, werden häufig mit „Kein Thema, ja!“ beantwortet.
Kein Thema – das ist eine oft gehörte und genutzte Aussage, wenn man sagen will, dass etwas locker vom Hocker möglich ist, ohne große Anstrengungen, ohne lange überlegen oder planen zu müssen.
„Kein Thema“ ist eine Redewendung, die das oben gerade beschriebene zum Ausdruck bringt. Dass es aber auch ganz wörtlich genommen werden kann, ist mir heute bewusst geworden, als unsere Gestalterin, die die Seite 3 in „mein südhessen“ fertigmachen wollte, mich fragte: „Hast du schon ein Willkommen geschrieben?“ Meine Antwort war „Kein Thema“ – aber das sollte definitiv nicht heißen, dass ich das jetzt lockerflockig direkt mache, sondern das sollte heißen, dass ich kein Thema habe, worüber ich schreiben könnte. Manchmal sind da mehrere Themen gleichzeitig in meinem Kopf und manchmal – so wie heute – ist da einfach „kein Thema“.
Ich begann zu grübeln und plötzlich kam mir der Gedanke: „Ist doch kein Thema, wenn ich kein Thema habe, schreibe ich einfach über kein Thema!“
Wie Sie sehen und lesen können, habe ich das auch direkt getan – war gar kein Thema!
Ich wünsche Ihnen eine Woche, in der Sie alle (An-)Forderungen, die an Sie gestellt werden mit „kein Thema“ erledigen können!

Ihre Angelika Förster