Was ist eigentlich „Trotzen“? Das Wörterbuch sagt: In festem Vertrauen auf seine Kraft, sein Recht einer Person oder Sache, die eine Bedrohung darstellt, Widerstand leisten, der Herausforderung durch sie standhalten „den Gefahren, den Stürmen, der Kälte, dem Hungertod, dem Schicksal trotzen.“

Wir können „trotzig sein“ – dazu sagt das Wörterbuch: (besonders von Kindern) hartnäckig bestrebt, seinen eigenen Willen durchzusetzen; sich dem Eingriff eines fremden Willens widersetzend oder ein entsprechendes Verhalten ausdrückend -„ein trotziges Kind.“

Zu diesem Thema habe ich ein Kalenderblatt gefunden von Ralf Senftleben, das ich gerne weitergeben möchte: „Wenn deine inneren Widerstände dich so richtig im Griff haben. Wenn du keinen Schritt vorwärts und keinen zurück mehr machen kannst. Wenn du alles vor dir herschiebst. Wenn du dich selbst schachmatt gesetzt hast. Dann ist es vielleicht Zeit für eine gesunde Trotzreaktion deinen inneren Widerständen gegenüber. Tue dann einfach trotzdem, was getan werden muss. Aus Trotz. Um ihnen zu zeigen, dass sie nicht alles mit dir machen können.“

Ich finde, das ist ein hilfreicher Ansatz, wenn man mal das Gefühl hat, alles und jeder ist gegen einen – sogar man selbst. Sich dann mal an den Trotz zu erinnern, den wir alle aus Kindheitstagen kennen. Einfach mal sagen: Jetzt erst recht! Ich mache, was ICH will! Ihr könnt mir gar nix! Und so wieder stärker werden und diese negativen Gefühle trotzig verabschieden. Ich denke, das ist ein gesunder Trotz. Ich werde das mal testen!

Ihre Angelika Förster