Ärgern Sie sich auch jedesmal, wenn Sie mit Ihrem Auto im Stau stehen? Oder haben Sie sich bereits daran gewöhnt? Planen Sie vielleicht sogar bereits die Stau-Zeit bei Ihren Autofahrten mit ein? Die tägliche Fahrt zur Arbeit in der Rush Hour. Da weiß man oft bereits vorher, dass man eine gewisse Zeit im Stau steht. Zeit, die man sicherlich besser nutzen könnte! Mir geht es auf jeden Fall so. Stau ist für mich der Horror. Und wenn dann überall noch Straßen gesperrt sind und ich Umwege fahren muss, dann nervt mich das total. Aber was kann man hier tun?

Der Ein oder Andere könnte sicherlich leicht auf Bus oder Bahn ausweichen oder auch zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren. Warum muss eigentlich jeder seine eigene Blechkiste haben, die dann die Straßen verstopft? Freie Fahrt für freie Bürger ist immer noch die Parole, die in den Köpfen rumschwirrt. Alle Versuche der Politiker sind gescheitert, die sowohl Menschen als auch Güter besser auf die Verkehrsmittel verteilen sollten. Der öffentliche Personennahverkehr kommt auf einen Anteil von 14% und der Transport von Waren auf der Schiene beträgt gerade einmal 8%. Nun arbeiten unterschiedliche Leute an unterschiedlichen Lösungen des Problems. Aber die Entwicklung von Elektromotoren wird zwar die Abgaswolken aber nicht den Stau minimieren. Vielversprechender sind da schon eher Navis, die einen bei einem Stau entsprechend umleiten. Nur wenn jetzt jeder auf die gleiche Umleitung geschickt wird …?

Das Problem ist aber doch ganz einfach, dass öffentliche Verkehrsmittel uns nicht in der Zeit zum Ziel bringen können, in der es normalerweise unser eigenes Auto vermag. Da bringen keine Autofahrverbote etwas, es bringt auch nichts, wenn noch eine Straße gesperrt wird. Wer auf sein Auto verzichten soll, braucht die beste, schnellste und bequemste Verbindung, egal mit welchen Verkehrsmittel. Solange uns dies nicht geboten wird, befürchte ich, werden die Meisten von uns leider weiterhin im Stau stehen müssen. Es hilft also nichts: Versuchen Sie es gelassen zu nehmen. Vielleicht sieht man sich ja mal im Stau. Bis dahin …

Herzlichst Ihr
Ekkehard Schenk
Verleger