Kaum hat man überall von den guten Vorsätzen gehört, die sich die Leute zum Jahreswechsel vornehmen, so sind sie auch wieder vergessen. Also: Kaum vorgenommen, schon gebrochen. Warum sich also überhaupt Vorsätze vornehmen? Warum nicht gleich über Bord damit? Oder warum gibt es am 17. Januar den Wirf-Deine-Neujahrsvorsätze-über-Bord-Tag (engl. Ditch New Years Resolutions Day)?
Aber es geht bei diesem Ritual zum 1.1. um mehr als „gesünder leben“, „mehr Sport“ oder „mehr Zeit mit der Familie verbringen“. Wenn ich mir gute Vorsätze vornehme frage ich mich, was ich eigentlich wirklich will in meinem Leben. So überprüfen wir unsere Gewohnheiten, fragen uns, was unser Leben lebenswert macht. Eigentlich ein gutes Zeichen, denn schlimmer wäre es doch, würden wir nicht versuchen, alles zum Besseren zu wenden. So sind diese guten Vorsätze, die wir jedesmal zum Jahreswechsel fassen, wie ein Neustart, auch wenn uns die Realität schnell wieder einholt. Aber vielleicht gelingt es uns ja doch, das eine oder andere mit hinüberzunehmen in unseren Alltag.
Und gute Vorsätze vornehmen, das muss ja nicht unbedingt immer zum Jahreswechsel sein. Denn Vorsätzen liegen Sehnsüchte zugrunde. Machen Sie sich also Ihre Sehnsüchte bewusst. Und versuchen Sie, diese hin und wieder zu befriedigen. Ich habe mir auf jeden Fall vorgenommen, mir dieses Jahr öfters unter dem Jahr gute Vorsätze vorzunehmen.

Herzlichst Ihr
Ekkehard Schenk
Verleger