Manchmal machen wir uns viele Gedanken, reden viel, wollen alles immer gleich und sofort und natürlich auch immer perfekt. Wir reden, fragen, analysieren, wägen ab, recherchieren, tun dies und machen das.

Nicht immer machen wir es uns dadurch einfacher. Ich weiß, wovon ich spreche, denn reden ist etwas, was ich sehr gerne, sehr oft und (manchmal) auch sehr lange tue.

Meine vierjährige Enkelin Sophia hat mir letzten Freitag aufgezeigt, dass ich gelegentlich auf das Nächstliegende nicht komme, sondern erstmal rede und es damit eher komplizierter wird. Sophia kam vom Kindergarten direkt zu mir und hatte ihre Matschhose an. Die machte ihrem Namen auch alle Ehre. Da ich gerade meine Waschmaschine mit Wäsche in der Farbe der Matschhose anstellen wollte, sagte ich: „Zieh´ die Matschhose aus, ich wasche sie direkt mit!“ Sophia gab mir die Matschhose und ich fragte: „Ist in der Hosentasche etwas drinne?“ „Äh, nein“, antwortete sie und fügte dann nachsichtig-liebevoll hinzu: „Aber Omi, schau einfach kurz nach, dann weißt du es!“

Ihre Angelika Förster