(djd). Nicht nur die Natur putzt sich heraus in diesen Tagen. Auch für uns gilt, alles für den Frühling vorzubereiten – ob an Haus, Garten oder Auto. Es ist wieder Sommerreifen-Zeit. Die bekannte Faustregel Oktober bis Ostern muss man dabei nicht zu wörtlich nehmen. Der richtige Zeitpunkt ist da, wenn die Straßen frei von Schnee und Eis sind und die Tagestemperaturen länger über 7 Grad liegen. Ist es soweit, dann ist die wichtigste Frage: Tun es die eingelagerten Räder noch? Drei Punkte sind dabei laut dem Deutschen Kraftfahrzeuggewerbe unbedingt zu beachten: das Profil, das Reifenalter und der Check auf Schäden.

1. Reifenprofil: Nicht bis zur gesetzlichen Grenze abfahren

Der Gesetzgeber schreibt ein Mindestprofil von 1,6 Millimetern vor. Wer mit weniger erwischt wird, riskiert Bußgelder und Punkte in der Verkehrssünderkartei. Experten der Initiative Reifenqualität des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) empfehlen aber mindestens 3 Millimeter Restprofil. Das verringert die Aquaplaning-Gefahr und sichert kürzere Bremswege. Und Polizeikontrollen muss man nicht fürchten.

2. Reifen auf Schäden kontrollieren

Beulen an der Reifenflanke, Schnitte oder Schrammen im Profil, Risse im Gummi: Solche sichtbaren Schäden sind eine rote Karte für die erneute Montage eines Reifens. Platzt der Reifen oder verliert plötzlich Luft, kann das lebensgefährlich sein.

3. Reifenalter ermitteln

Nach rund zehn Jahren härtet die Gummimischung von Reifen aus und wird porös – dann haben sie für sicherheitsbewusste Fahrer am Auto nichts mehr verloren. Das Reifenalter lässt sich ganz einfach feststellen: Jeder Pneu besitzt auf der Reifenflanke eine DOT-Nummer. Die ersten beiden Zahlen geben die Kalenderwoche an, in der er produziert wurde, die letzten beiden das Herstellungsjahr. DOT 1809 bedeutet also Kalenderwoche 18 im Jahr 2009 – dieser Reifen sollte im Laufe dieses Jahres getauscht werden.

Drei Häkchen: alles ok

Wer bei allen drei Punkten ein Häkchen setzen kann, der ist bereit fürs Umstecken und kann einen Termin in seinem Meisterbetrieb der Kfz-Innung vereinbaren. Wenn nicht, lohnt sich die Terminvereinbarung dennoch: So kann die Werkstatt rechtzeitig die neuen Wunschreifen besorgen.

Winterreifen: keine Alternative im Sommer

(djd). Winterreifen sind Spezialisten für die kalte Jahreszeit. Sie sorgen bei Schnee und Eis für Sicherheit und Fahrkomfort. Manche Autobesitzer neigen dazu, sie einfach das ganze Jahr über zu fahren. Davon raten Experten des Kraftfahrzeuggewerbes dringend ab. Denn der Abrieb der Winterreifen ist bei höheren Temperaturen deutlich größer und sie verschleißen schneller. Auf Dauer fährt man also teurer. Sommerreifen bieten bei sommerlicher Witterung bessere Fahreigenschaften und haben einen deutlich kürzeren Bremsweg. Das liegt an der härteren Gummimischung und den speziellen Lamellen. Die Winterreifen im Frühling also einmotten und mit den Sommer-Profis fahren! Mehr Infos bietet der Kfz-Meister des Vertrauens oder www.reifenqualitaet.de.