Wären Sie gerne ein Dschinni-Geist, der wenn man an der Lampe reibt herauskommt und Wünsche erfüllen kann? Anderen Wünsche erfüllen? Jemanden zu Diensten sein!? Ja, Dschinni ist dem Besitzer der Lampe stets zu Diensten. Nur verbindet man heute in der Regel mit Dienen nicht unbedingt Positives. Dienen verbinden wir im Allgemeinen eher mit fremdgesteuert, unterwürfig, keine eigene Meinung haben. Und das ist heutzutage nicht gerade cool. Möchte sich doch in unserer Zeit eher jeder selbst verwirklichen. Da passt das widerspruchslose Ausführen von Befehlen nicht so ganz hinein. Aber Dienen ist viel mehr. Dienen ist auch gebraucht werden. Und dienen wir nicht letztendlich immer irgend jemandem? Dem eigenen Arbeitgeber etwa, der uns dafür unser Gehalt zahlt? Oder aber dem Kunden, dem wir unser Produkt oder unsere Dienstleistung verkaufen möchten? Dienen hat auch etwas mit bedienen zu tun. Nur sieht man heutzutage die meisten Leute eher wie sie ihr Handy bedienen oder aber den Computer. Menschen zu (be)dienen scheint out zu sein. Dabei ist es doch eigentlich das Aufstehen im Bus für den Älteren, das Aufheben, wenn meinem Gegenüber etwas heruntergefallen ist oder aber einfach nur das Lächeln für den Anderen, was Beachtung verdient. Doch das scheint immer mehr der Gleichgültigkeit und dem Egoismus des Einzelnen zum Opfer zu fallen. Dabei ist es doch gerade das Dienen und das Engagieren für Andere, das unsere Achtung und Respekt verdient. Aktuell ist Kerbezeit. Auch hier engagieren sich viele Personen in ihrer freien Zeit, um solch ein Fest auf die Beine zu stellen. Sie dienen ihrem Verein, der sich dabei engagiert. Hierbei tun sie etwas in der Gemeinschaft für die Gemeinschaft. Und das verdient unserer aller Anerkennung! Denn hier werden Wünsche erfüllt, wie etwa der Wunsch nach geselligem Beisammensein mit einem guten Glas Wein auf der Kerb. Vielleicht überlegen Sie es sich ja einmal und sagen demnächst: Wie kann ich meinem Gegenüber einen Wunsch erfüllen?

Herzlichst Ihr
Ekkehard Schenk
Verleger