Alarmanlagen erhöhen die Sicherheit im Eigenheim. Mit viel Lärm sollen die Systeme Diebe verjagen oder zumindest Eigentümer über den Einbruch informieren. In den letzten Jahren ist die Zahl der Wohnungseinbrüche gesunken – auch weil immer mehr Menschen auf Sicherheitstechnik setzen. Doch wie funktionieren Alarmanlagen überhaupt? „Moderne Alarmanlagen, auch Einbruchmeldeanlagen – kurz EMA – genannt, setzen sich aus vier Komponenten zusammen: Alarmzentrale, -melder und -geber sowie eine Schalteinrichtung, um das System scharf oder unscharf zu schalten“, erklärt Dirk Bienert, Sicherheitsexperte und Geschäftsführer des Sicherheitsdienstleisters Blockalarm GmbH, und ergänzt: „Bei dem Alarmmelder handelt es sich um einen oder auch mehrere Sensoren, die Einbrüche erkennen. Diese Sensoren geben Meldungen an die Zentrale weiter, die dann wiederum über den Alarmgeber akustische, optische oder auch stille Alarme auslöst und gegebenenfalls eine Notrufleitstelle informiert.“

Sensoren als Warnmelder
Es gibt eine Vielzahl an Sensoren, die Meldungen an die Systemzentrale abgeben können, zum Beispiel Magnetkontakte an Fenstern und Türen, Alarmgläser, Alarmtapeten oder Bewegungs- und Glasbruchmelder. Bewegungsmelder erkennen über elektromagnetische Wellen, Ultraschall oder Infrarotstrahlung Bewegungen in ihrer näheren Umgebung. Glasbruchmelder überwachen hingegen sämtliche Glasflächen und reagieren auf den Bruch von Fensterscheiben. „Unser QANTUM®-Funk-Glasbruchmelder arbeitet beispielsweise mit einem akustischen Sensor, der auf Geräusche reagiert. Eingebaute Mikrofone nehmen bei Bruch des Glases charakteristische Frequenzen wahr, meist tiefe beim Einschlagen und anschließend hohe beim Zersplittern des Materials, die beim Scheibendurchbruch entstehen. Aufgrund der intelligenten Software ist eine Alarmauslösung bei zerbrechenden Trinkgläsern dabei ausgeschlossen“, berichtet Bienert. Öffnungsmelder überwachen wiederum bei scharfgeschalteten Systemen die Außenhaut von Gebäuden und lösen Alarm aus, wenn ein Fenster oder eine Tür geöffnet wird.

Heimmodus für dauerhafte Überwachung
Um bei einem Einbruch Alarm auszulösen, müssen Systeme „scharfgeschaltet“ sein. Bewohner nutzen diesen Modus also, wenn sie das Haus oder die Wohnung verlassen. Bei der Heimkehr deaktivieren sie die Anlage wieder. „Manche Täter versuchen allerdings auch in Objekte einzudringen, wenn sich Personen im Haus befinden – zum Beispiel während der Nacht. Es gibt jedoch auch Systeme, die sich in den sogenannten Heimmodus stellen lassen, sodass die Anlage auch Gefahren meldet, wenn die Bewohner sich im Haus befinden“, sagt der Sicherheitsexperte und fügt hinzu: „Bei unserer Funkalarmanlage findet im Heimmodus beispielsweise keine Überwachung des Hausinneren statt, sondern der Schutz erfolgt über die Außenhautüberwachung. So können Bewohner und ihre Haustiere sich frei im Haus bewegen.“
Weitere Informationen unter www.blockalarm.de

Lena Koithan