HESSEN – Angesichts des sich auch in Hessen und Thüringen ausbreitenden Coronavirus ruft der Sozialverband VdK Hessen-Thüringen zur Solidarität mit den Menschen auf, die durch den Erreger besonders bedroht sind. „Viele unserer Mitglieder sind bereits älter oder leiden an chronischen Krankheiten. Sie gehören genau zu den Risikogruppen, bei denen eine Infektion mit dem Virus SARS-COV-2 zu einer lebensbedrohlichen Erkrankung führen könnte“, sagt der Landesvorsitzende Paul Weimann. „Seit seiner Gründung vor fast 75 Jahren versteht sich unser Verband als Fürsprecher der Schwächeren in unserer Gesellschaft. Deshalb rufen wir jetzt dazu auf, Rücksicht auf die durch Corona besonders gefährdeten Menschen zu nehmen. Auch wer selbst nicht dazu zählt, sollte mit seinem persönlichen Verhalten dazu beitragen, die Risiken einer Ansteckung für sich und andere möglichst gering zu halten, um so die Ausbreitung der Infektion zumindest zu verlangsamen.“
Gesundheit und Schutz seiner Mitglieder stehen beim VdK an erster Stelle. Der Landesverband Hessen-Thüringen hat deshalb bis zum Ostermontag alle öffentlichen Veranstaltungen, Versammlungen und Seminare abgesagt. In den VdK-Bezirks- und Kreisgeschäftsstellen wird zunächst bis zum 13. April 2020 jeder Publikumsverkehr eingestellt. Information und Beratung in den Geschäftsstellen finden ausschließlich telefonisch oder per E-Mail statt. Außerdem appelliert der Verband an das Verantwortungsbewusstsein aller Bürgerinnen und Bürger: „Wir schließen uns der Empfehlung der Bundesregierung an, soziale Kontakte in den nächsten Wochen auf das
Allernotwendigste zu reduzieren“, so Paul Weimann.
Zugleich gilt es jetzt, hilfebedürftige Mitmenschen zu unterstützen. „Alleinstehende, ältere Menschen in der Nachbarschaft, chronisch kranke Angehörige oder Freunde, alle also, die momentan besonders auf sich aufpassen müssen und daher ihre Wohnung möglichst nicht
verlassen sollten, können jetzt Hilfe im Alltag sehr gut gebrauchen“, so Paul Weimann: „Wir bitten darum, auch in diesem Sinne Solidarität zu beweisen und den Betroffenen im eigenen Umfeld möglichst viele Wege und Erledigungen abzunehmen, die für sie mit einem erhöhten Ansteckungsrisiko verbunden wären.“

Philipp Stielow