txn. Die Urlaubsreise im Jahr 2020 fällt für die meisten Deutschen aus. Die freien Tage werden wohl im eigenen Garten oder auf dem Balkon, auf jeden Fall aber in der näheren Umgebung verbracht werden müssen. Denn nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen anderen Ländern sind die Grenzen geschlossen und es wurden Reisewarnungen ausgesprochen. Auch innerhalb der Bundesrepublik ist es kaum möglich, touristisch unterwegs zu sein. Während Pauschalreisende ihre Buchungen kostenlos stornieren können, gestaltet sich die Lage für all jene, die Reiseleistungen einzeln selbst gebucht haben, etwas komplexer. Wenn Übernachtungsangebote im Inland durch offizielle Anordnungen touristisch nicht genutzt werden können, sind Veranstalter gezwungen, die Reisen abzusagen und den Preis zu erstatten. „Aber auch, wenn das Hotel auf Teneriffa nach deutschem Recht gebucht wurde, haben Individualreisende die Chance, ihr Geld zurückzubekommen“, gibt Jaqueline Arimond, eine von 25 LandFrauenGuides, den Verbrauchern Hoffnung. Wenn das Hotel direkt beim Anbieter im Ausland gebucht wurde und das Recht des dortigen Landes gilt, könnte es schwierig werden. Wer seine Flugreise aufgrund von Ein- und Ausreisebeschränkungen nicht antreten kann, bekommt meist den Flugpreis erstattet oder kann einen Ersatzflug wählen.  Tipp von Reiseexperten: Bei Flugverspätungen lohnt es sich, über die kostenlose Flugärger-App der Verbraucherzentrale zu prüfen, ob eine Ausgleichszahlung nach der Fluggastrechteverordnung möglich ist. Wer weitergehende Informationen braucht, kann sich auch an eine der bundesweit 25 LandFrauenGuides wenden. Die speziell geschulten LandFrauen unterstützen bei Bedarf vor allem im ländlichen Raum und stellen den Kontakt zu hilfreichen Stellen wie den Verbraucherzentralen her. Probleme bei der Stornierung gebuchter Reisen können auch online den Verbraucherzentralen gemeldet werden. Weitere Informationen unter www.landfrauenguides.info oder bei den Verbraucherzentralen.


LandFrauenGuides
Hilfe in einer komplexen Welt

txn. Ob Kaufvertrag, Online-Einkauf oder Handytarif – der Verbraucherschutz spielt im Alltag eine große Rolle. Die Übersicht über die Rechts- und Marktlage zu behalten, wird dabei aber zunehmend schwieriger. Und gerade im ländlichen Raum sind die Wege zu Beratungsangeboten weit. Das Projekt „LandFrauenGuides – Verbraucherinfos aufs Land gebracht“ gibt Orientierung im Dickicht der Kauf- und Vertragsentscheidungen. Außerdem bildet der Deutsche LandFrauenverband gemeinsam mit den Verbraucherzentralen LandFrauen aus, die bei Bedarf informieren und Kontakte zu Beratungsstellen vermitteln. Weitere Informationen zum Projekt gibt es online unter www.landfrauenguides.info.