Die einen schuften momentan in systemrelevanten Berufen, teilweise mehr als in normalen Zeiten erlaubt wäre. Sie halten durch und machen Überstunden ohne Ende, um unser Gesundheitssystem am Laufen zu halten, um Regale in den Supermärkten aufzufüllen oder um dafür zu sorgen, dass wir in diesen Zeiten nicht „im Müll ersticken“. Freizeit ist für diese Personen momentan eher ein Fremdwort. Und für ihren Einsatz gehört ihnen ein ganz großes Dankeschön! Danke, dass ihr durchhaltet!

Andere wiederum haben Kurzarbeit. Endlich Zeit, um auszuspannen könnte man meinen. Doch was soll man mit seiner Freizeit anfangen? Viele Freizeiteinrichtungen sind schließlich geschlossen. Mit Freunden treffen soll man sich nicht. Biergarten – Fehlanzeige! Da ist guter Rat teuer. Es ist einfach alles anders in diesen Zeiten. Da heißt es, darüber nachzudenken, was man schon immer aufgeschoben hat. Was man schon immer mal machen wollte? Vielleicht wäre jetzt endlich mal Zeit, seine Steuererklärung zu machen? Wäre es nicht an der Zeit, den Balkon wieder zum Leben zu erwecken und aus dem Winterschlaf zu holen? Oder eine neue Sprache lernen? Vielleicht aber erinnern wir uns einfach daran, dass man doch eigentlich mal wieder ein gutes Buch lesen könnte. Jetzt wäre vielleicht auch die Zeit, einmal wieder alte Freunde anzurufen und sich zu erkundigen, wie es denen geht. Oder aber auch einfach einmal nichts tun, rumgammeln und der Stille lauschen. Wenn Sie einmal darüber nachdenken finden sich ganz viele Dinge, zu denen man sonst nie kommt, die einem aber früher doch so wichtig waren. Lassen Sie einfach mal ihre Gedanken schweifen. Sie werden staunen, auf welche Ideen Sie auf einmal kommen.

Ich wünsche Ihnen auf jeden Fall, dass Sie Ihre freie Zeit so nutzen können, dass Sie sich dabei wohl fühlen. Und vor allem: bleiben Sie gesund!

Herzlichst Ihr
Ekkehard Schenk
Verleger