MAINZ – Eine Fastnacht der Innovation, nicht der Tradition soll es werden. Darin sind sich Oberbürgermeister Michael Ebling zusammen mit dem Sitzungspräsidenten von „Mainz bleibt Mainz“ Andreas Schmitt sowie dem Vorstandssprecher der Mainzer Fastnachts e.G. und den Präsidenten von MCV, MCC, GCV und KCK einig. Denn in der aktuellen Situation ist es kaum vorstellbar, dass die Fastnacht in ihrer traditionellen Form durchführbar ist. Menschenmassen, dicht an dicht wird es aus heutiger Sicht nicht geben dürfen. Daher werden aktuell andere Modelle durchgespielt. Jedoch auf die Fastnacht ganz zu verzichten, das möchte niemand. Ganz im Gegenteil: Gerade in Krisenzeiten war es schon immer wichtig, eine Botschaft des Frohsinns auszusenden. So wurde zum Beispiel 1946 auf Anordnung der französischen Besatzungsmacht im kriegszerstörten Mainz die Fastnacht durchgeführt. Und auch in der jetzigen Zeit soll die Fastnacht ein Signal der Zuversicht aussenden. Niemand weiß heute genau, wie der Rechtsrahmen am 11.11. sowie im Januar und Februar aussehen wird. Daher fällt es momentan auch schwer, Genaues festzulegen. „Ziel ist jedoch, das möglich zu machen, was geht“, so Michael Ebling. Hierzu berichteten die an der Planung beteiligten Vereine über verschiedene Möglichkeiten. So ist zum Beispiel angedacht, am 11.11. den Schillerplatz abzusperren mit Einlasskontrollen, um die Personenzahl zu begrenzen. Musik soll es geben, aber kein Bühnenprogramm. Oder aber die Fernsehsitzung.  Andreas Schmitt: „Redner vor einem leeren Saal sind unvorstellbar, da der Bezug der Redner auf die Besucher im Saal notwendig ist. Aber auch die Resonanz der Gäste macht schließlich die Sitzung aus. Vorstellbar wäre aber ein eher kleines Publikum.“ Und auch zur Straßenfastnacht sind sich alle einig: Es wird sie geben. Aber wie? Wir dürfen gespannt sein!

Aktuell ist also eines klar: Sie wird stattfinden, die Mainzer Fastnacht! Ob wir sie jedoch eher online zuhause erleben oder doch live miterleben dürfen, wie sie im Detail aussieht unsere geliebte Fastnacht, das alles steht noch in den Sternen. Aber ein Zeichen haben die Verantwortlichen nun gesetzt. An die Aktiven: Macht euch bereit! Und an alle Gäste aus nah und fern: Vergesst Kummer und Sorgen in dieser Zeit und feiert mit uns! Denn Mainz wird die Botschaft des Frohsinns in die Welt senden!

Ekkehard Schenk