Diese Frage war in den vergangenen Jahren so umstritten, dass man den bisher in den meisten Bundesländern gültigen Glücksspielstaatsvertrag Anfang dieses Jahres geändert hat. Der neue Vertrag soll am 1. Juni 2021 in Kraft treten und es ermöglichen lizenzierte Online Casinos zu nutzen.

Bisher bewegte man sich in einer Grauzone, da nur „behördlich lizenzierte“ Glücksspielanbieter zum legalen Angebot gezählt wurden. Wenn der Verbraucher also ein Angebot mit Lizenz aus Malta nutze, könnte man meinen, dass dieser Punkt gewährleistet ist. Das stimmt aber nicht, da die Bundesländer diese Lizenz vergeben müssen, damit sie dort auch gültig ist. Nun lässt sich von Außenstehenden aber gar nicht so leicht kontrollieren, woher die Nutzer kommen, denn die personenbezogenen Daten unterliegen der europäischen Datenschutzgrundverordnung und sind für Dritte nicht zugänglich. Man müsste alle Profile in allen Online Casinos kontrollieren, was einen erheblichen Eingriff in die Privatsphäre der Nutzer bedeuteten würde und somit nicht möglich ist.
Durch diese gesetzliche Lücke konnten Online Casinos Jahr für Jahr mehr Nutzer für ihre vor Ort meistens nicht lizenzierten Angebote begeistern. Da Schleswig-Holstein den bisherigen Glücksspielstaatsvertrag nicht angenommen hatte, konnte dort sogar direkt Glücksspiel von ausländischen Anbietern beworben werden, was als Werbespot deutschlandweit ausgestrahlt wurde und somit nicht nur die eigentliche Zielgruppe erreicht hat.
Das war jedoch nicht die einzige Kritik am bestehenden Vertrag. Einige Stimmen äußerten außerdem, dass dieser die Monopolisierung des Angebots zu Gunsten der bestehenden Betreiber unterstütze und vor Allem die anderen europäischen Mitbewerber benachteilige, schließlich prüfe man auch dort die Einhaltung von Regeln bevor man eine Lizenz vergibt und darf die Dienstleistungen frei im europäischen Raum anbieten.

Die neue Regelung soll Online Casinos, wie man sie auf Casinopilot24.com vergleichen kann, die Möglichkeit geben, legal, dabei aber reguliert, ihre Spielmöglichkeiten in Deutschland anzubieten. Wichtig ist den Ländern dabei der Punkt der klaren Regulation.
Hierbei soll ein monatliches Einzahlungsvolumen von 1000€ pro Spieler nicht überschritten werden Automatische Kontrollen und Sperrungen von Accounts mit Hilfe eines Frühwarnsystems zur Suchtprävention sollen für eine Gewährleistung der Regeln für legales Glücksspiel sorgen.
Denn dazu muss der Anbieter in Deutschland nämlich genau dies betreiben – Suchtprävention bei gefährdeten Konsumenten. Außerdem müssen die Betreiber von Online Casinos offene Angaben zu den Gewinnchancen machen, auch das Bewerben von Online Glücksspiel soll streng reguliert sein.
Und das sind nur ein paar der Dinge die es für die zukünftige Lizenz zu beachten gilt.

Für Hobbyzocker heißt das also ab Mitte nächstem Jahres: Gewissheit und Sicherheit beim Wetten und Spielen im Netz. So wie die bereits bestehenden legalen Glücksspielangebote wird es dann auch in Deutschland lizenzierte Onlineanbieter geben – mit Regeln zur Gewinnausschüttung, zur Suchtprävention und allem anderen, was es braucht, um als behördlich lizensiertes Casino auf dem legalen Markt zu agieren.

Nils Baumann