HOCHHEIM – Am 13. März 2021 ist seine langjährige frühere Dirigentin Lieselotte Jarosch verstorben. Ihre ersten musikalischen Schritte unternahm sie im Handharmonika-Spielring 1946 Hochheim, wo sie das Akkordeon-Spielen erlernte.

Dies machte ihr soviel Freude, dass sie später eine Ausbildung am Konservatorium in Wiesbaden aufnahm und erfolgreich abschloss. Viele Jugendliche und auch Erwachsene erlernten in der Folgezeit das Akkordeon spielen dank ihres Unterrichts.

Lange Jahre war sie auch aktive Spielerin im Handharmonika-Spielring 1936 Bischofsheim. Im Jahr 1976 übernahm sie dort die musikalische Leitung von Walter Rödel und hatte diese bis 1987 inne. In jener Zeit nahm dieser Verein eine steile Aufwärtsentwicklung.

Lieselotte Jarosch – Foto:
Handharmonika_Spielring 1946 Hochheim

Lieselotte Jaroschs Aktivitäten waren mit ihrem Instrument stets eng verbunden und sie war im Rhein-Main-Gebiet als Musikerin sehr beliebt.

Es folgte 1987 dann die Gründung ihres eigenen Ensembles, das sie mit der Unterstützung ihres Ehemanns Peter, der die Bassorgel spielte, sowie mit einigen weiteren Spielerinnen und Spielern ins Leben rief. Diese Formation wurde unter dem Namen „Ensemble Jarosch“ dem Publikum bekannt.

Von 1995 bis 2015 leitete Lieselotte Jarosch den Handharmonika-Spielring 1946 Hochheim und hat mit neuen Ideen den Verein und das Orchester belebt. Um den Kreis der Musiktreibenden zu erweitern, hat sie zusätzlich das Erlernen und Spielen am Keyboard in das Angebot des Handharmonika-Spielrings 1946 Hochheim eingeführt, was besonders von der Jugend gut und dankbar angenommen worden ist.

Eine Vielzahl von Auftritten sowie eine Reihe vom Verein selbst veranstalteter Konzerte mit Gastmusikern, die allesamt sehr guten Anklang beim Publikum fanden, sind in Erinnerung und bleibender Ausweis ihres überaus erfolgreichen Wirkens.

2011 feierte der Handharmonika-Spielring 1946 Hochheim sein 65-jähriges Bestehen mit einem Konzert „The Best of…“, das die einstudierten musikalischen Höhepunkte aus ihrer zu diesem Zeitpunkt 15 Jahre währenden Tätigkeit als musikalische Leiterin vereinte.

Während dieser Veranstaltung überreichte Ingolf Schneider, Landesvorsitzender des Deutschen Handharmonika-Verbands (DHV) in Hessen, Lieselotte Jarosch die Rudolf-Würthner-Medaille. Diese Medaille ist die höchste Ehrung, die der DHV an Persönlichkeiten mit besonderen Verdiensten in der Akkordeon-Musik zu vergeben hat. In seiner Laudatio würdigte I. Schneider Lieselotte Jaroschs Verdienste um das Akkordeon und ihr jahrzehntelanges Wirken als erfolgreiche Dirigentin und musikalische Erzieherin.

Ihr Name wird immer mit dem Handharmonika-Spielring 1946 Hochheim verbunden sein.

In dankbarer Erinnerung stellvertretend für den gesamten Verein, der Vorstand:

Alfred Spitzl, Dr. Holger Komnick, Helga Schoth