Der Wolf ist ein faszinierendes Raubtier, das als Vorfahre unserer geliebten Haushunde gilt. In Deutschland gibt es nach ungefähren Berechnungen zwischen 1500 – 1800 lebende Wölfe, ein Bestand der sich nur langsam wieder erhöht. Grund dafür war die starke Ausrottung, die bereits im Mittelalter begonnen hat. Heute freut man sich über jede Wolfssichtung, denn das Raubtier ist ein wichtiger Teil des Ökosystems und bereichert damit jeden Wald. Auch in Hessen konnte nun seit zwei Jahren erstmals wieder ein Wolf nachgewiesen werden. Kann das Wildtier wieder dauerhaft im Bundesland einziehen?

 

Der Wolf und die Umwelt

Lange Zeit wurde der Wolf als Feind des Menschen gesehen. Er stahl nachts Schafe und andere Nutztiere und war damit eine große Belastung für die Landwirtschaft. In Mitteleuropa begann die systematische Jagd auf den Wolf bereits im 15. Jahrhundert, im 18. Jahrhundert war das Raubtier in weiten Teilen des Landes beinahe ausgerottet. Erst in den 1980er Jahren wurde der Wolf unter Schutz gestellt, seither laufen in Deutschland zahlreiche Bemühungen, um das wichtige Lebewesen wieder in allen Bundesländern heimisch zu machen. Damit wird heute anerkannt, das Wölfe eine große Bedeutung für die Biodiversität der Wälder haben und das Ökosystem positiv beeinflussen. Durch die Jagd sorgen Wölfe dafür, dass der Wildbestand wieder gesünder wird, weil kranke Tiere erlegt werden. Dazu bringen sie Rehe und andere Beutetiere dazu, sich in einem größeren Areal zu bewegen und an verschiedenen Stellen im Wald nach Nahrung zu suchen. Dieses Phänomen hat ebenfalls Auswirkungen auf die Vitalität der Herde. Erlegt ein Wolf seine Beute, bleiben viele Überreste vorhanden, die für Aasgeier von wichtiger Bedeutung sind. Damit können menschliche Jäger den Wolf niemals ersetzen. Sogar der Boden wird durch die Anwesenheit des Wolfes verändert, dann neben Aasfressern machen sich auch Würmer, Pilze und Bakterien über das tote Material her. Das Resultat ist eine besonders nährstoffreiche Erde.

 

Wolfbestand in Deutschland und Hessen

Obwohl man laut heutigen Berechnungen davon ausgehen kann, dass sich in den deutschen Wäldern mittlerweile bis zu 1800 Wölfe befinden könnten, ist die Zahl natürlich immer noch gering. Jede einzelne Wolfsspur ist deshalb ein Grund zur Freude. In Hessen musste man in den letzten Jahren sehnlich auf Hinweise warten, das Bundesland schien keine Wölfe zu besitzen. 2021 hat sich das Blatt jedoch gewendet. Im Landkreis Marburg-Biedenkopf konnte nämlich erstmals wieder eine Wolfsspur nachgewiesen werden. Hinweise fand man im April durch drei Schafe, ein Lamm und ein Reh, die offensichtlich gerissen wurden. Die meisten Wölfe in Deutschland sind den Behörden bekannt, weshalb man auch hier durch genetische Spuren versucht herauszufinden, um welches registrierte Tier es sich dabei handelt. Dabei sind vor allem zwei Wölfe im Blick: Ein Weibchen, das sich womöglich Anfang des Jahres im Kreis Hersfeld-Rotenburg angesiedelt hat oder ein Rüde aus derselben Region. Hessen gehört derzeit noch zu den Schlusslichtern, was die Besiedelung von Wölfen betrifft. Die größte Population findet man derzeit in Brandenburg, Niedersachsen und Sachsen.

 

Die Darstellung des Wolfes

Wölfe werden von Wanderern meist als furchteinflößend und bedrohlich gesehen. Dabei ist die große Angst fehl am Platz, denn die meisten Wildtiere meiden den Menschen. In einigen Waldabschnitten konnte jedoch beobachtet werden, dass die Tiere neugieriger werden und die Furcht vor dem Menschen ablegen. Dabei kann es hin und wieder zu Begegnungen kommen. Wer dann aus Angst davonläuft, macht genau das Falsche, denn ähnlich wie Hunde haben auch Wölfe einen natürlichen Jagdreflex, der dadurch ausgelöst werden kann. Das bedeutet allerdings nicht, dass Wölfe grundsätzlich gefährlich sind. Tatsächlich basiert die Angst vor dem Raubtier hauptsächlich auf der Darstellung des Wolfes in den Medien. Typisch ist dabei das Bild des Werwolfes, der ganze Gebiete in Angst und Schrecken versetzt. Horrorfilme wie Wer – Das Biest in Dir oder Howl – Endstation Vollmond zeigen die legendenhaften Monster von ihrer wilden Seite und lehren Zuschauer das Fürchten. Auch in der Spielewelt sind Wölfe ein beliebtes Motiv. Der Slot Curse of the Werewolf Megaways aus dem Samosa Casino stellt die gruseligen Fantasiekreaturen in den Vordergrund. Das Abenteuer kann auch ohne Einzahlung im Casino erlebt werden, denn es stehen schon nach der Anmeldung zahlreiche Freispiele bereit. Im brandneuen Game Werewolf: The Apocalypse – Earthblood für die Konsolen und den PC können Spieler sogar selbst in die Rolle eines Werwolfes schlüpfen, der von seinem Stamm verstoßen wurde. Dabei kann man zwischen der Gestalt eines Menschen und eines Wolfes wechseln, um verschiedene Missionen zu erfüllen.

Der Wolf wird von vielen Menschen gefürchtet. Das liegt aber vor allem an der Darstellung des Raubtiers durch verschiedene Medien, denn in der Realität sind Wölfe scheue Wildtiere, die dem Menschen auch im Wald nur selten begegnen. Gleichzeitig ist das Tier wichtig für das Ökosystem, weshalb man sich in Hessen besonders über die ersten Spuren freut.

René Quacken
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