LAUBENHEIM – Anlässlich seines 80. Geburtstags konnte sich Ernst Heiter über ein tolles Geschenk seines Stammtischs freuen. Der Freundeskreis besteht seit einigen Jahrzehnten aus ehemaligen Kommilitonen seiner Studentenzeit. Noch heute trifft man sich regelmäßig in den verschiedensten Regionen Rheinhessens. Anlässlich dieses besonderen Ehrentags beschlossen die Freunde, dem Jubilar ein ausgefallenes Geschenk zu machen.

Man wusste, dass der ehemalige Sachbearbeiter des Tiefbauamts Mainz und seine Gattin seit 41 Jahren bekennende Laubenheimer sind. So lag es auf der Hand, diese Tatsache in ein passendes Präsent umzusetzen. Da Heiter ein großer Fan des kleinen evangelischen Kirchleins in der Oppenheimer Straße ist, fertigte Hanns-Jürgen Pohl aus dem Stammtisch-Kreis ein kunstvolles Modell des kleinen Gotteshauses an, das man Heiter nachträglich zum Geburtstag überreichte. Somit sollte seine Verbundenheit mit diesem attraktiven Gebäude dokumentiert werden.

Der Beschenkte engagierte sich unter anderem finanziell bei der Renovierung der Fenster der Kirche, die ein Geistesgestörter durch Vandalismus vor eineinhalb Jahren zerstört hatte. Auch unterstützte er die Arbeiten bei der Wiederherstellung des über 100 Jahre alten Gebäudes und seiner Außenanlagen. Ernst Heiter war fasziniert von dem Geschenk seiner Freunde. Er war jedoch überzeugt davon, dass es viel zu schade sei, es irgendwo in einem stillen Kämmerlein in seinem Haus abzustellen. Er wollte es allen Laubenheimern zugänglich machen.

So keimte in ihm die Idee, das Schmuckstück dem Kirchenerhaltungsverein der evangelischen Kirche zu schenken. Dort beschloss man, dieses an das kleine Museum im Rathaus als Dauerleihgabe weiterzugeben, so dass es für die Öffentlichkeit immer sicht- und erreichbar sein sollte. Die Übergabe an den Verein fand nun in einer Zusammenkunft im Innenhof des „Kirchleins“ in Anwesenheit einer kleinen Besucherschar statt. Neben dem Spender und seiner Gattin waren auch Pfarrerin Karin Meier, Ortsvorsteher Gerd Strotkötter und Museums-„Kurator“ Fritz Berena anwesend.

Friedhelm Kärcher begrüßte die Gäste und wies darauf hin, dass das Modell zwar dem Museum übergeben wird, dass es aber bis am 27. Juni, dem Tag der offenen Kirche, vor Ort bleiben werde. Der ebenfalls anwesende Erbauer des Modells, Hanns-Jürgen Pohl, gab einen kurzen Einblick in dessen

v.l. Berena, Kärcher, Heiter, Pohl
Foto: Klaus Schmitt

Entstehungsgeschichte, die Bauweise und die verwendeten Materialien. Auch eine Beleuchtung sei darin vorgesehen. Unübersehbar war Ortsvorsteher Gerd Strotkötters Freude über das Modell. Sein Kommentar: “Man merkt an so einem Tag wieder einmal, dass Laubenheim ein wunderbarer Ort mit supertollen Bürgerinnen und Bürgern ist, die so zahlreiche Initiativen ergreifen, um die beiden Laubenheimer Kirchen zu unterstützen.“

Klaus Schmitt