BODENHEIM – Zu Anfang des Monats August hat der CDU-Ortsverband von Bodenheim einen Flyer veröffentlicht, der sich mit dem Themenkomplex „Umwelt“ in der Ortsgemeinde auseinandersetzt. Kernthemen sind dort die Begrünung von Flächen und alternative Mobilität.

„Die Bewahrung der Schöpfung gehört zu unserem christlichen Selbstverständnis. Umwelt-, Natur- und Klimaschutz sind für uns gelebte Verantwortung gegenüber unseren Kindern und Enkelkindern“, heißt es in dem Umweltflyer. Durch den starken Ausbau von Gewerbe- und Wohnflächen sei in den vergangenen Jahren viel Fläche versiegelt worden. Daher ist neben der Aufrechterhaltung des ländlichen Charakters der Gemeinde die Erhaltung unbebauter Flächen für das Klima zwingend notwendig.

Ausgleichsflächen

Am Beispiel der Ausgleichsflächen zeigt die Partei auf, wie diese durch hochwertige Bepflanzung aufgewertet werden könnten. So sei eine großzügige Begrünung durch Hecken, Sträucher und Bäume erforderlich, auch um heimischen Wildtieren einen Rückzugsraum zu geben. Des Weiteren könne durch die Einrichtung von Ruhezonen mit Sitzgruppen und Müllbehältern am Rand dieser Flächen Platz für Naherholung geschaffen werden. Dazu die Fraktionsvorsitzende der CDU in einer Pressemeldung: „Hochwertige Ausgleichsflächen sind nicht nur gut für die Umwelt, sondern werten Bodenheim als nachhaltigen Standort auf.“ Um ihrem Anliegen Nachdruck zu verleihen, hat die CDU im Ortsgemeinderat einen Antrag auf Prüfung der Möglichkeiten gestellt.

Die Bodenheimer Rheinallee ist keine Allee mehr. Foto: Uwe Berlinghoff

Mobilität

Handlungsbedarf sehen die Christdemokraten auch hinsichtlich der Infrastruktur von E-Mobilität und für Radfahrer. Der erwarteten Zunahme der E-Fahrzeuge stehe derzeit nur eine Ladesäule auf dem Parkplatz am Dollespark zur Verfügung. Es ist daher wichtig, den Nutzern weitere Angebote zu machen, etwa auf großen Parkplätzen wie am Dollesparkplatz oder am Guckenberg. Auch die Wirtschaft sei gefordert, Standorte für Ladestellen von E-Mobilen anzubieten und einzurichten. Bei vielen Fahrzeugen genügen schon 30 Minuten, um sie bis zu ca. 80 Prozent aufzuladen, z. B. während des Arztbesuchs oder des Einkaufens, wird im Umweltflyer konstatiert.

Die Attraktivität von Fahrrad fahren und das dafür verfügbare Wegnetz für Radfahren stehen auch in Bodenheim in einem umgekehrt proportionalen Verhältnis. Daher ergeht die Aufforderung an die Gemeindeverwaltung, ein Radwegekonzept zu entwickeln, um u. a. ein gefahrloses Radfahren in Nord-Südrichtung und zu den Einkaufsmärkten in der Hilgestraße sowie Am Kuemmerling zu ermöglichen. Darüber hinaus sollten Beschilderungen von „Kreuzendem Radverkehr“ etwa an der L413 aufgestellt und Radwegkarten sowie ein informativer Onlineauftritt eingerichtet werden,- nicht zuletzt zugunsten der ortsansässigen Wirtschaft und Gastronomie.

Der Flyer kann umweltfreundlich unter www.cdu-bodenheim.de und auf der Facebook-Seite der Partei eingesehen werden.

Ulrich Nilles