Eine sichere Zukunft wird es nie geben. Nur heute ist sie nochmals etwas unsicherer geworden. Momentan wissen wir nicht, ob das Gas diesen Winter reicht, dass wir unsere Wohnungen heizen können. Unsicher ist auch, ob das Gas reicht, und das ist vielleicht noch viel wichtiger, dass unsere Industrie weiter produzieren kann. Energie sparen ist die Parole, die aktuell von unseren Politikern ausgegeben wird. „Auf jede Kilowattstunde kommt es an“ hört man da unseren Wirtschaftsminister sagen. Nur Energie sparen und Energieeffizienz hätte schon längst Thema sein müssen. Schließlich ist das Thema Klimaerwärmung nicht erst jetzt aktuell. Nun aber treibt die Preissteigerung auf dem Energiemarkt auch den Letzten an, darüber nachzudenken, ob man hier nicht in energieeffizientere Geräte investiert. Und dann ist da noch die Rezession und die Inflation, die deutlich Fahrt aufnimmt. Denn schließlich basiert unsere deutsche Wirtschaftskraft auf sicherer und preiswerter Energie für unsere Industrie. Jetzt ist aber die Energie weder sicher noch preiswert. Und die teure Energie sowie die jetzt steigenden Löhne heizen wiederum die Inflation an. Sicherlich ist es gut, dass sich nun jeder mit dem Thema beschäftigt, Energie spart und in geeignetere Geräte investiert. Doch auch die Politik sollte darüber nachdenken, ob es nicht sinnvoll wäre, zum Beispiel Atomkraftwerke noch etwas länger am Netz zu lassen, um der Bevölkerung und der Industrie etwas Sicherheit zurückzugeben.

Herzlichst Ihr
Ekkehard Schenk
Verleger