Start Familie Bürger geben Prostest gegen Kita am Jungstück nicht auf

Bürger geben Prostest gegen Kita am Jungstück nicht auf

LAUBENHEIM –Die Aussage von Sozialdezernent Dr. Eckart Lensch anlässlich des Riedrundgangs lässt Doris Pfeiffer-Meierer wieder hoffen. Werde bis zum Planungsbeginn noch ein geeignetes Grundstück für eine Kita als Alternative für das Jungstück gefunden, sei die Stadt nicht abgeneigt, hatte Lensch zugesagt (Die Lokale berichtete). An den Zäunen, die den Bolzplatz in der Straße am Jungstück umgeben, hängen Plakate von Kindern, der Protest ist sichtbar. Die Stadt will hier eine Kita bauen, die die Bürger den Bolzplatz und Teile des Spielplatzes kosten wird. Anfang April hatten Bürger 95 Unterschriften von Kindern gesammelt, zuvor schon einmal 600 Unterschriften von Erwachsene gegen den Standort und sie im Jugendhilfeausschuss überreicht. Sehr produktiv sei das nicht gewesen, erzählt Pfeiffer-Meierer, obwohl sich vor einem Jahr alle Teilnehmer am Bürgerforum Laubenheim gegen das Jungstück entschieden hätten.

 

Die Gründe: Der Bolzplatz muss weichen, ein Stück des Spielplatzes ebenfalls und der Verkehrssituation beim Holen und Bringen in den engen Straßen am Hang sehen die Anwohner mit Schrecken entgegen. Pfeiffer-Meierer, Sozialpädagogin an einer Mainzer Grundschule, sagt: „Aus beruflichen Gründen bin ich für die Erhaltung des Bolzplatzes. Die Kinder werden doch sowieso von den Eltern gebracht, warum also nicht an den Alexander-Fleming-Platz?“ Auf welcher Seite von Laubenheim die neue Kita hinkomme, sei also völlig egal. Weiter weiß Doris Pfeiffer-Meierer: „Am Koppernweg laufen Erschließungen, allerdings sei das Grundstück in Privatbesitz und die Stadt müsste es kaufen. Pfeiffer-Meierer gibt nicht auf. „Wir haben schon zwei Mal beim Jugendhilfeausschuss vorgesprochen und wir gehen nochmal hin.“ Inzwischen hat ganz aktuell Ortsvorsteher Gerd Strotkötter einen erneuten Standort-Vorschlag gemacht, der, wie er hofft, die Zustimmung des Sozialdezernenten findet. „Dort, wo in der Rüsselsheimer Allee jetzt die Containerlösung für die Minnimax-Kinder entsteht, könnte nach der Fertigstellung des Minnimax-Neubaus die Kita stehen, die bislang für das Jungstück geplant war.“