Daniela Schmitt tief beeindruckt von der ruhigen und freundlichen Atmosphäre in den Arbeitsgruppen

Hechtsheim – Bei ihrem Rundgang durch die Werkstätten der in.betrieb gGmbH zeigte sich Daniela Schmitt tief beeindruckt von der ruhigen und freundlichen Atmosphäre in den Arbeitsgruppen. „Ein solches Maß an Achtsamkeit unter Kolleginnen und Kollegen ist von besonderem Wert“, bekannte sie im anschließenden Gespräch mit in.betrieb-Geschäftsführer Michael Huber. Die Staatsekretärin aus dem Wirtschaftsministerium informierte sich in der Dokumentenarchivierung und in Verpackungsgruppen über die Rolle der Werkstätten für behinderte Menschen für die Wirtschaft.

Dabei waren auch die Auswirkungen der Digitalisierung ein Thema. Michael Huber sieht hier unterschiedliche Probleme auf in.betrieb zukommen. „Die digitale Dokumentenarchivierung könnten wir ausbauen, dazu fehlen uns jedoch Beschäftigte, die gut genug lesen und schreiben können“, erklärte er. Einfache Verpackungsarbeiten, bei denen Menschen mit höherem Unterstützungbedarf hervorragende Arbeit leisten, könnten für Maschinen und Roboter eine Konkurrenz darstellen.

Staatssekretärin Schmitt erklärte, dass gerade im Zuge zunehmender Automatisierung bei vielen Mittelständlern soziale Werte und der Diversity-Gedanke eine wichtige Rolle spielten. Dies kann Huber nur bestätigen. Die Erfahrung mit Arbeitsgruppen, die nicht in der Werkstatt, sondern in Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarkts arbeiten, seien ausgesprochen gut: „Wenn unsere Beschäftigten erst mal dort sind, wollen die Unternehmen sie meist gar nicht mehr hergeben“, berichtet er. „Und oft ergeben sich aus dem Arbeitsalltag heraus immer neue Einsatzmöglichkeiten.“ Mit dem Budget für Arbeit, das Arbeitgebern einen Lohnkostenzuschuss gewährt, stehen die Chancen in Rheinland-Pfalz dafür gut. Sie müssen nur noch bekannter werden, wünscht sich Huber.

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