Das Marktfrühstück erfreut sich außerordentlicher Beliebtheit

MAINZ – Es gehört zum sommerlichen Mainz dazu wie die Weihnachtsmärkte im Winter: Das Marktfrühstück am Samstagvormittag erfreut sich außerordentlicher Beliebtheit. Besonders bei schönem Wetter gibt es schon lange vor der Mittagszeit kaum ein Durchkommen, so viele Menschen nutzen das Angebot der Mainzer Winzer für einen Frühschoppen inmitten des quirligen Marktgeschehens. Denn der Markt bietet ja jede Menge Möglichkeiten, sich mit einer festen Grundlage für den Wein und den Winzersekt zu versorgen.

Das freut auch den zuständigen Ordnungsdezernenten Christopher Sitte: „Das Marktfrühstück lebt von seinem typisch mainzerischen, kommunikativen Charakter, der Gäste aus der ganzen Umgebung anzieht.“ Doch bei schönem Wetter zeigte sich schnell leider auch die weniger schöne Seite: Nicht wenige Besucher lassen ihren Müll einfach liegen. Das betrifft besonders diejenigen, die sich an den Marktständen mit Essen versorgen und diejenigen, die ihren Kaffee aus Wegwerfbechern trinken.

Das hat Stadt und Winzer dazu veranlasst, Handzettel zu verteilen, die nicht nur auf den Müll aufmerksam machten. Denn oftmals waren die Wege auf dem Markt fast schon hoffnungslos verstopft und auch die all zu menschlichen Bedürfnisse nach reichhaltiger Flüssigkeitszufuhr erwies sich als problematisch. Inzwischen, bei Halbzeit des Sommers 2017, scheint sich die Lage ein wenig wieder normalisiert zu haben.

Bis in den Herbst bieten die Winzer an jedem Samstag im Bereich zwischen Dom und Liebfrauenplatz das beliebte Marktfrühstück an, das mehr und mehr jüngere Gäste anlockt. Viele Besucher weichen bei Überfüllung Richtung Gutenberg-Museum aus, wo sie die dort stehenden kubischen Kunstwerke kurzerhand zu Picknick-Tischen umfunktionieren. Dagegen ist auch nichts einzuwenden, solange die Reste von Weck, Worscht un Woi nicht gedankenlos zurückgelassen oder ins Blumenbeet geworfen werden.

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Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei Journal LOKAL - die lokale Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben "Mainz", „Mainz-Mitte“ und „Mainz-Mombach“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“