Gefahrenstelle beseitigen

Gonsenheim – Ein zweischneidiges Schwert ist der Bahnübergang an den Gonsbachgärten. Der Fußgängerüberweg über die Straße „An der Bruchspitze“ ist mit einer Ampel und der eigentliche Bahnübergang mit einer Schranke gesichert. Allerdings ist der mittlere Übergang über die zweigleisige Straßenbahntrasse ungesichert. Diese Gesamtsituation der drei unterschiedlichen Fußgängerüberwege vermittelt laut Dr. Holger Schinke (ÖDP) eine trügerische Sicherheit. Er beantragte jetzt im Gonsenheimer Ortsbeirat, den mittleren Übergang über die Straßenbahnstrecke mit einer weiteren Ampel zu sichern.

„Die beiden äußeren Übergänge sind mit Warnanlagen gesichert, der in der Mitte nicht“, erläuterte Schinke seinen Antrag. „Es ist eine gefährliche Situation, denn die Straßenbahn fährt an dieser Stelle unvermittelt ziemlich schnell.“ Die anderen Fraktionen hatten Einwände. „Ich verstehe den Antrag nicht“, entgegnete Christine Zimmer (SPD). „Der Bereich ist gut einsehbar, die Straßenbahn ist schon von weitem zu sehen.“ Eine solche Ampel koste richtig viel Geld, es gebe brisantere Stellen in Gonsenheim, bekräftigte Fraktionskollege Jens Carstensen.

Eine solche Ampel kostet 50.000 Euro, bestätigte Mathias Huber (CDU). Er regte als Kompromiss an, die Forderung nach einer zusätzlichen Ampel aus dem Antrag rauszunehmen und stattdessen einen Prüfantrag an die Verwaltung zu verabschieden, wie der Übergang in geeigneter Weise sicherer gemacht werden kann. Der ÖDP-Antrag wurde in dieser geänderten Form bei Enthaltung der FDP einstimmig auf den Weg gebracht.