Günther Bogner von der MVG stellte sich den Fragen des Ortsbeirates

Laubenheim – In Laubenheim habe sich die Anzahl der Fahrten nur gefühlt geändert, beantwortete Günther Bogner von der MVG die Kritik des Ortsbeirates am neuen Bus-Fahrplan. In der jüngsten Sitzung stellte Bogner sich den Fragen der Mitglieder zur Verfügung. Vorausgegangen war ein Antrag in der Februar-Sitzung. FDP und SPD hatten sich mit den, wie sie befinden, sehr viel schlechteren Bedingungen auseinandergesetzt, die anderen Fraktionen hatten der Kritik zugestimmt.

Insbesondere eine fehlende Umsteigemöglichkeit an der Haltstelle „Zur alten Portland“ kam zur Sprache. Dass die Busse der unterschiedlichen Linien dort nicht mehr wie früher aufeinander warteten, begründete Bogner mit der Schwierigkeit, drei Linien so zu koordinieren, dass ein schnelles Umsteigen möglich sei. Im Übrigen habe es auch schon früher nicht richtig geklappt. SPD-Fraktionssprecher Wolfgang Stampp wendete ein: „Das hat sehr viele Leute sehr verärgert.“ Helga Kasten sagte: „Aus Laubenheim-Ost fährt nur alle 40 Minuten ein Bus, vorher alle 20 Minuten.“ Dazu Bogner: „Das war auch schon vorher schon so.“ Nur kämen die beiden Linien jetzt ziemlich kurz hintereinander, so dass es „gefühlte“ 40 Minuten dauern könne, bis der nächste Bus fahre. „Das kriegen wir so nicht mehr hin.“ Weitere Busse einzusetzen, verbiete die fehlende Wirtschaftlichkeit. Ulrich Frings wies darauf hin, viele Studenten seien nach Laubenheim gezogen und viele Senioren, seit es das Seniorenheim gebe.

Helga Kasten wurde es zu viel: „Dann muss eben ein anderes Konzept her“, forderte sie. Nils-Oliver Freimuth (CDU) stimmte der allgemeinen Kritik zu: „Es ist eine Farce, um sechs Uhr fährt der erste Bus der Linie 63, aber samstags schon um 5.30 Uhr.“ Während in der Woche Werktätige zu spät kämen, brauche samstags keiner diese frühe Verbindung. Ortsvorsteher Gerd Strotkötter (SPD) wollte unbedingt eine Antwort auf die Umsteigesituation an der Alten Portland: „Können Sie uns jetzt zusichern, dass die Busse wieder aufeinander warten?“ Darauf Bogner: „Nicht vor dem nächsten Fahrplanwechsel.“

Paul Stenner (SPD) fragte vor dem Hintergrund, dass gerade ein neues Ärztehaus an der Oppenheimer Straße entsteht, ob man nicht wenigstens die Haltestelle so verlagern könne, dass Senioren und  gehbehinderte Menschen nicht zu weit laufen müssten, wenn sie zum Arzt wollten. Hier sah Günther Bogner keine großen Probleme. Man müsse nur das Verkehrsamt einbeziehen.