Start Gesellschaft Handwerk? Oder doch lieber Büro?

Handwerk? Oder doch lieber Büro?

MAINZ – Wie soll es nach der Schule weitergehen? Soll es ein Studium sein oder doch lieber eine Ausbildung? Und wenn eine Lehre, in welchem Bereich? Handwerk oder lieber Büro? Mit solchen und ähnlichen Fragen werden jedes Jahr Heerscharen an Schülern konfrontiert. Da tut Information gut.
Und Informationen satt bot auch in diesem Jahr die zweitägige Berufsinformationsmesse (BIM) der Wirtschaft in und an der Rheingoldhalle, wo sich knapp 130 Aussteller präsentierten. Zeitweise glich die BIM einem Bienenstock. An nahezu allen Ständen standen Jugendliche als Gesprächspartner zur Verfügung, die zurzeit eine Ausbildung absolvieren. „Das trifft sich bestens, da man in solch einem Fall Informationen aus erster Hand erfährt“, zeigte sich die 16-jährige Realschülerin Annika Braun zufrieden. Sie will in einer „gesicherten Firma“ eine Ausbildung im Bürobereich absolvieren, vielleicht sogar bei der Stadt. „Das wäre wohl der sicherste Arbeitgeber.“

Ihre Schulfreundin Mareike ist noch offen für alles. „Ich könnte mir auch einen handwerklichen Ausbildungsberuf vorstellen.“ Da war sie auf dem Jockel-Fuchs-Platz vor der Rheingoldhalle genau richtig. Dort informierten die handwerklichen Berufe anschaulich, was auf den oder die Jugendliche zukommen würde. Da durften auch einmal Schieferplatten geklopft und Nägel in Holzbohlen geschlagen werden.
Nach Auskunft der Veranstalter, darunter Mainzplus Citymarketing sowie die IHK und die HWK, zählte die BIM in diesem Jahr mehr als 8000 Besucher und unterstrich damit einmal mehr die Bedeutung als größte Berufsinformationsmesse der Region. Entsprechend zufrieden zeigte sich IHK-Präsident Engelbert J. Günster: „Bereits am Freitag, dem Tag der Schulklassen, sind gute Gespräche mit den Schülerinnen und Schülern geführt worden. Besonders nachgefragt wurde die Möglichkeit nach Betriebspraktika.“
Auch die Stände der Hochschulen waren gefragt. „Überrascht hat uns der unerwartet große Zulauf zu den Workshops, in denen Firmenvertreter ausführlich über die in ihrem Unternehmen angebotenen Ausbildungsgänge sprachen“, so der IHK-Präsident weiter. Der Präsident der Handwerkskammer Rheinhessen, Hans-Jörg Friese, zieht ebenfalls ein positives Fazit: „Es hat sich auch in den Schulen herumgesprochen, dass die BIM einen hohen Motivationsfaktor für die Jugendlichen hat. Das zeigt der Andrang bei den Mitmach-Angeboten im Handwerkerdorf auf dem Jockel-Fuchs-Platz, dem Gastro-Basar, und der Technik-Meile, die bei den Jugendlichen sehr gut angekommen ist.“

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Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei Journal LOKAL - die lokale Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben "Mainz", „Mainz-Mitte“ und „Mainz-Mombach“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“