Hechtsheimer Bürgerhaus soll pünktlich fertiggestellt werden

Hechtsheim – Noch steht der marode und leerstehende Hechtsheimer Bürgerhaus-Altbau, doch im Herbst geht der Abriss los. Das versicherte Bürgermeister Günter Beck (Grüne) jetzt den Fraktionen im Ortsbeirat. „Die wichtigste Nachricht: Wir sind absolut im Zeit- und Kostenrahmen“, betonte Beck, der allerdings keine Gewähr für die kommenden eineinhalb Jahre geben wollte. „Wir haben ein kleines, schlagkräftiges Team und regelmäßige Treffen einmal die Woche in der Projektgruppe.“

Die Baukosten betragen 5 Millionen Euro, das Mobiliar geht extra. Um Kosten zu sparen, sollen etwa die Stühle für jeweils rund 200 Euro neu bezogen werden. Neue Stühle kosteten das Doppelte. Ähnlich wie in Finthen entstehen ein neues Bürgerhaus und eine neue Kita. In Hechtsheim sind die Gebäude klar voneinander abgetrennt. Das neue Bürgerhaus hat im Erdgeschoss den Saal mit 480 Sitzplätzen, einer festen Bühne und möglicherweise einer Trennwand sowie ein Foyer, einen Küchenbereich, einen Verwaltungsbereich und eine Garderobe. Im ersten Stock sind die beiden Büros des Ortsvorstehers mit je 20 Quadratmetern, ein Warteraum für Besucher, der Sitzungsraum des Ortsbeirates mit rund 50 Quadratmetern, eine Teeküche und die Vereinsräume. Es gibt Räume für die Vereine, die Senioren und die Jugend sowie für Künstler. Im Keller sind die Toiletten, die Technik und die Lagerräume sowie das Behinderten-WC, das per Aufzug erreichbar ist.

Die benachbarte Kita hat eine Kapazität von sechs Gruppen mit je zehn Plätzen. Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion ADD prüft das Konzept. „Wir sind im intensiven Austausch“, so Beck, der auch Details zum Zeitablauf gab. „Wir reißen erst ab, wenn alle Genehmigungen vorliegen“, versicherte er. „Im Herbst werden wir dann die Bagger rollen sehen.“

Der Ortsbeirat begrüßte das Konzept. „Packen wir die Kampagne 2019?“, fragte Ortsvorsteher Franz Jung (CDU). „Das ist das Wichtigste, denn die anderen Institutionen haben keinen Druck, schnell raus zu müssen.“ Beck zeigte sich zuversichtlich, dass die Fastnachtssitzungen 2019 im neuen Bürgerhaus stattfinden können. Der Ortsvorsteher kritisierte, dass der Inventurverkauf bisher schleppend verlaufen sei, da es zu wenig Rückmeldung an die Vereine gebe.