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Hering zu politischen Themen

LAUBENHEIM – Obwohl es gerade der saure Hering ist, der als sinnvolles Essen nach den Ausschweifungen während der Fastnachtszeit gilt, gewann man am Politischen Aschermittwoch eher den Eindruck des Aufschwungs: Allen vergangenen Tiefs zum Trotz war die Stimmung der Sozialdemokraten in der Tagungsstätte der AWO alles andere als süß-sauer.
Zum 30. Mal fand das traditionelle Heringsessen der SPD Laubenheim statt. Eine Idee des Hausherrn und Vorsitzenden des heimischen Ortsvereins, Heinz Heide. Ralf Geißner, Vorsitzender der SPD Laubenheim, sieht seine Partei gut aufgestellt für den Wahlkampf. Er sprach sich auch für den Ansatz der Grundrente ohne Voraussetzungen aus. „Altersarmut und prekäre Arbeitsverträge müssen mehr als nur in Gesetzesinitiativen unterbunden werden.“

Mit klaren Kommentaren zur politischen Lage, dem Klimawandel und dem Brexit wurden auch überregionale Themen angesprochen, die sauer aufstießen. Zu Laubenheim: Der geplante Bau einer Kita im Jungstück versus die Erhaltung des Spielplatzes erhitzte bereits die Gemüter und war ebenso Thema wie die geplante Containersiedlung, die 300 Schüler fassen muss, weil der Andrang auf die örtlichen Schulen zu groß ist.
Ortsvorsteher Gerhard Strotkötter sprach in diesem Zusammenhang von der Solidargemeinschaft, die auch dann, wenn es unangenehm sei, im Sinne und zum Wohl aller handeln müsse und dass man jedem Kind in Laubenheim den Platz schaffen müsse, die jedes Kind zuvor auch schon gehabt habe.
Für die musikalische Untermalung sorgte Michael Horber.