RÜSSELSHEIM – Führt riskanter Alkoholkonsum in die Abhängigkeit? Das wird sich mancher gerade jetzt in der Fastnachtzeit – in der häufig mehr getrunken wird – fragen. „Ist mein Trinkverhalten schon probemlatisch?“ Wer sich solche Fragen stellt und wenn dann noch der Haussegen wegen der Trinkerei schief hängt, will wisssen, ob das anderen auch so geht.
Die Rüsselsheimer Guttempler-Gruppe will neue Wege gehen und sucht dazu Interessenten, die sich über einen begrenzten Zeitraum treffen und sich im Gespräch austauschen. Das Gesprächsangebot richtet sich an Menschen, die ihren Alkoholkonsum in Frage stellen oder die sich schon in der Abhängigkeit befinden, aber ebenso an mitbetroffene Familienangehörige bzw. Partner/innen, Damit man in der Partnerschaft auch wieder miteinander sprechen kann und die gegenseitigen Vorwürfe aufhören, kann es sinnvoll sein, wenn beide Seiten mit anderen Betroffenen oder Mitbetroffenen über die Dinge sprechen können.
Interessierte melden sich unter folgender E-Mail Adresse DieChance@GuttemplerHessen.de oder kommen mittwochs um 19 Uhr nach Rüsselsheim, Frankfurter Str. 12 ins Haus der Senioren, Gastraum.
Hilfe für suchtkranke Menschen und ihre Angehörigen steht im Mittelpunkt der Guttempler-Aktivitäten. Abhängigkeit betrifft nicht allein den suchtkranken Menschen, sondern beeinträchtigt immer auch das persönliche Umfeld, insbesondere die Familie. Hilfe finden bei den Guttemplern darum nicht nur Abhängige, sondern auch Angehörige. Dies geschieht vor allem in Selbsthilfegruppen, die sich wöchentlich treffen. In diesen Gruppen kommen Menschen in verschiedenen Stadien der Erkrankung zusammen, die sich in ihrem Erfahrungsaustausch gegenseitig helfen und unterstützen mit dem Ziel, wieder in Selbstbestimmung, Eigenverantwortung und Gesundheit leben zu können.

Josefa Zender