MTK – Laut einer bundesweiten Vergleichsstudie der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege pflegen Schulkinder im Main-Taunus-Kreis ihre Zähne überdurchschnittlich gut. Wie Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernentin Madlen Overdick mitteilt, haben 71 Prozent der Sechs- und Siebenjährigen kariesfreie Zähne. Sie liegen damit bei den Erstklässlern über dem Bundesdurchschnitt, der bei 56 Prozent gesunde Milchzähne feststellte. Diese positive Bilanz zeige nicht nur, dass Vorbeugung den Eltern wichtig sei: „Die Studie beweist, dass die zahnmedizinische Gruppenprophylaxe in Kindertagesstätten und Schulen Erfolg hat“, so
Overdick. Auch die Zwölfjährigen im Kreis schneiden gut ab. Während im MTK 83 Prozent kariesfreie bleibende Zähne aufweisen, liegt der Wert für das Bundesgebiet bei 79 Prozent. Allerdings mache die Auswertung der Untersuchungsergebnisse des Gesundheitsamtes auch deutlich, dass einige Kinder nicht die elterliche Unterstützung bekämen, die nötig wäre. „Soziale Lage und Mundgesundheit hängen eng zusammen. Daher ist es erschreckend, wenn zum Beispiel ein dreijähriges Kind nur noch vier gesunde Milchzähne vorzeigen kann“, erläutert Overdick.
Der Kreis wolle frühzeitig Hilfe vermitteln. Deshalb ist das Gesundheitsamt des Kreises in Kindertagesstätten und Schulen aktiv. Dort wolle es besonders Kindern aus sozial benachteiligten Familien den Sinn von Mundgesundheit vermitteln und sie zum regelmäßigen Zähneputzen motivieren. So werde laut Overdick „ein Beitrag zur gesundheitlichen Chancengleichheit“ geleistet.

Sarah Frank
MTK-Pressestelle