RÜSSELSHEIM – „Wenn der Kopf frei ist, hat die Eiche es geschafft“ – so lautet der Titel der neuen Fotoausstellung des Rüsselsheimer Stadtarchivs, die noch bis Mitte April in der Festung zu sehen ist.
Fast 100 Gäste besuchten die Vernissage der Fotoausstellung, zu der 13 ambitionierte Amateurfotografinnen und -fotografen eingeladen hatten. Organisiert vom Stadtarchiv und kuratiert vom Fotografen Frank Möllenberg, stellten sie ihren ganz persönlichen Blick auf den Rüsselsheimer Stadtwald vor, der derzeit einen Wandel vollzieht.
„Der Wandel, den sie hier bildlich festgehalten sehen, vollzieht sich auf der Grundlage eines neuen Bewirtschaftungskonzepts, das die Ökonomie nicht mehr zum Maß aller Dinge macht“, sagte Gudrun Senska in ihrer Begrüßung, die als Leiterin des Stadtarchivs auch Initiatorin der Ausstellung ist. Reinhard Ebert, Bereichsleiter für Natur- und Umweltschutz bei der Stadt Rüsselsheim am Main und damit verantwortlich für die städtische Forstwirtschaft, ergänzte in seiner Einleitung, dass heute Aspekte wie Naturschutz, Biodiversität und Naherholung wichtige Bestandteile eines jeden Waldkonzepts sein müssten.
Von ihm stammte auch das Leitmotiv der fotografischen Reise durch den herbstlichen Stadtwald. Damit meinte er, dass die Eichen bei zu dichtem Baumbestand nicht ihre Kronen entwickeln können und sie daher „den Kopf frei haben müssen“. Mit Ebert hatten sich die leidenschaftlichen Hobbyfotografinnen und -fotografen unter der fachlichen Anleitung Frank Möllenbergs bereits im vergangenen Oktober getroffen, um gemeinsam den Rüsselsheimer Forst und seine Besonderheiten zu erkunden.
Alle Foto- und Forstinteressierte, die den Rüsselsheimer Wald mit einem neuen Blick auf die Bäume betrachten möchten, können die Ausstellung im Südflügel des Stadt- und Industriemuseums (Hauptmann-Scheuermann-Weg 4) noch bis zum 15. April besuchen. Sie ist an Wochentagen, jeweils dienstags bis freitags, von neun bis 13 Uhr und von 14 bis 17 Uhr sowie am Wochenende von zehn bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Asswin Zabel
Stadt Rüsselsheim am Main