RÜSSELSHEIM – Gute Sprachkenntnisse sind Voraussetzung für den Erfolg in der Schule, im Studium sowie für die Integration in den Arbeitsmarkt und in die Gesellschaft. Jetzt fand in Rüsselsheim am Main ein internationaler Fachkongress zum Thema Sprachprüfungen statt. Oberbürgermeister Udo Bausch begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die für zwei Tage im mk Hotel zusammengekommen waren. Eigentlich sollte die Tagung in einer deutschen Großstadt stattfinden. Doch am Ende konnte Rüsselsheim mit zentraler Lage und guter Verkehrsanbindung überzeugen. Damit bringt sich die Stadt innerhalb des Rhein-Main-Gebiets als Standortalternative im Tagungsgeschäft ins Spiel.
Rund 50 Sprachexpertinnen und -experten aus Deutschland, England, Italien und Polen waren der Einladung der telc gGmbH, ein gemeinnütziger Bildungsanbieter des Deutschen Volkshochschul-Verbands e. V., nach Rüsselsheim am Main gefolgt. Ihre Aufgabe: Ein seit November 2017 in der bundesweiten Erprobung befindliches digitales Prüfungssystem wissenschaftlich zu bewerten und zu begutachten.
„Als Stadt mit Bürgerinnen und Bürgern aus 129 Nationen weiß Rüsselsheim besonders um die Bedeutung von Sprache als Voraussetzung für beruflichen Erfolg und Integration. Daher freut es mich, dass Sie sich hier bei uns darüber austauschen, wie moderne Technik und didaktische Methoden zusammenwachsen müssen, um das Erlernen von Fremdsprachen zu verbessern“, erklärte Bausch anlässlich der Tagungseröffnung bei der Begrüßung der Gäste.
Ideale Lage mit kurzen Wegen nach und in Rüsselsheim
Die telc gGmbH organisiert regelmäßig Kongresse, Tagungen und Seminare zu Bildungs- und Sprachthemen, meist in den deutschen Großstädten. „Mit dieser Veranstaltung sind wir jetzt das erste Mal in Rüsselsheim“, sagt Sandra Bluhm, Leiterin Kommunikation und Vertrieb des Bildungsunternehmens. „Ursprünglich planten wir, die Fachtagung in Köln oder Frankfurt abzuhalten. Doch an Rüsselsheim überzeugten unsere Geschäftsführung die hervorragende Lage und das sehr gute Preis-Leistungsverhältnis. Egal aus welcher Richtung oder aus welchem Land man kommt, die Erreichbarkeit war spitze.“
Oberbürgermeister Bausch sieht das ähnlich: „Rüsselsheim ist mit seiner zentralen und verkehrsgünstigen Lage definitiv eine Standortalternative im Rhein-Main-Gebiet für Kongresse und Tagungen des mittleren Größenbereichs. Die Wege nach und in Rüsselsheim sind kurz, es gibt ausreichend und moderne Raum- und Übernachtungskapazitäten und für den Aufenthalt vor, nach oder zwischen den Vorträgen haben wir ein abwechslungsreiches Besichtigungs- und Kulturprogramm zu bieten.“
Vielfältiges Tagungsangebot
Neben Hotels, wie das erst 2017 eröffnete mk Hotel am Landungsplatz, das zentral gelegene Novum Select Hotel oder das am Stadtrand befindliche Best Western Hotel, die mit technisch gut ausgestatteten Tagungsräumen für etwa 80 bis 150 Personen aufwarten können, kann die Stadt auch größere Locations wie die Stadthalle oder das Theater aufweisen. Gerade das Theater ist inzwischen auf eine Vielzahl von unterschiedlichen Firmenveranstaltungen eingerichtet. Mit maßgeschneiderten Raum- und Technikangeboten sowie individuellen Gastronomie- und Servicedienstleistungen für Kongresse, Seminare, Tagungen oder Jubiläen in der Größenordnung von 150 bis 865 Teilnehmern ist der Gebäudekomplex am Treff inzwischen weit mehr als nur ein Gastspielhaus. So fand im Theater für viele Jahre der Deutsche Maurertag statt.
Ein Tagungsort ähnlicher Größe ist die zentral gelegene Stadthalle in der Rheinstraße. Vor allem der „Große Saal“ mit knapp 370 Quadratmetern bietet bei maximaler Belegung in Kinobestuhlung bis zu 460 Personen Platz, hinzu kommt noch eine Empore mit bis zu 50 Sitzplätzen. Für kleinere Veranstaltungen eignet sich allerdings der Lassalle-Saal besser. Bei 125 Quadratmetern passen dort zwischen 60 und 75 Personen rein. Die Rüsselsheimer Stadthalle hat im vergangenen Sommer hessenweite Aufmerksamkeit erfahren: Während des Hessentags fand dort die jährliche Kommunalkonferenz statt, an der etwa 400 hessische Bürgermeister, Oberbürgermeister, Landräte und – ein Novum in der Hessentagsgeschichte – sogar der Bundespräsident teilgenommen haben. Weitere Pluspunkte kann die Location bei Tagungsplanern mit dem angeschlossenen Hotel- und Gastronomiebetrieb sammeln.
Auch die Stadtteile haben was zu bieten
Wer nicht auf unmittelbare Bahnhofsnähe oder eine zentrale Lage angewiesen ist, findet auch in der Rüsselsheimer Peripherie interessante Veranstaltungsorte. So zum Beispiel den Kaisersaal in Königstädten, der zum bekannten Gasthof „Zur Krone“ gehört und überregional für Veranstaltungen aller Art, unter anderem für Firmenfeiern, Werbung macht. In Bauschheim wird neben etlichen Gaststätten und Restaurants das Bürgerhaus als zentraler Veranstaltungsort rege frequentiert. Das mit dem Lokalen Bürgerpreis 2017 ausgezeichnete Bauschheimer Bürgerhaus befindet sich in Trägerschaft eines gemeinnützigen Vereins, wartet mit moderner Tagungstechnik, einem in der Größe sehr variablen Saal (zwischen 90, 190 und 375 Quadratmetern) sowie Gastronomieeinrichtung für die autarke Verpflegung auf.
Tagungs- und Eventgeschäft belebt künftig das Opel-Altwerk
Doch zurück in die Innenstadt. Dort wird das Tagungs- und Eventgeschäft künftig auch eine weithin bekannte Industrie-Brache beleben. „Das Opel-Altwerk steht mit dem Eigentümerwechsel an die Activ Group vor seiner Revitalisierung.“, sagt Udo Bausch und verweist auf die aktuellen Entwicklungen im Herzen der Stadt. Mit dem baldigen Bezug von neuen Büroräumen in den Flächen im Erdgeschoss direkt an der Marktstraße wird sie in den dazugehörigen Ausstellungsflächen bereits mit ersten Exponaten Einblicke in die zukünftige Nutzung der „MOTORWORLD Manufaktur“ geben. Zudem werden zwei Veranstaltungsräume mit Platz für bis zu 180 Personen voraussichtlich ab Mitte des Jahres angeboten.
Damit entstünden in unmittelbarer Bahnhofsnähe, also besonders verkehrsgünstig, weitere Veranstaltungskapazitäten für das mittlere Größensegment. „Gerade für Firmenveranstaltungen mit bis zu 200 Personen kann Rüsselsheim daher in der Region besonders punkten“, ist sich Oberbürgermeister Bausch sicher.

Asswin Zabel
Stadt Rüsselsheim am Main