Es waren einmal vier Syrer, die sich in der Stadt Rüsselsheim kennenlernten. Schnell freundeten sie sich an und verbrachten sehr viel Zeit miteinander. Sie gingen in Kaffees, spielten Karten oder Backgammon und tranken dabei eins oder zwei Tässchen Tee. Sehr bald stellten sie fest, dass ihnen gemeinsam trotzdem noch etwas fehlte. Es war die Sehnsucht nach ihrer Heimat. Eine Heimat, in die sie nicht mal eben so einfach wieder hätten zurückkehren können. Sie beschlossen also, ein Stück ihres geliebten Landes nach Rüsselsheim zu bringen, indem Sie ein syrisches Restaurant eröffneten. (Die Vielfalt syrischer Gerichte, die Sie nun auch in Rüsselsheim einnehmen können, lässt Sie manchmal glauben, räumliche und zeitliche Barrieren zu durchbrechen und dass Sie sich in einem friedlichen Aleppo in einem der Jahre um 2000 herum befänden). Heute möchten sie damit nicht nur die schönen, vergessenen Erinnerungen eigener Landsleute wieder aufleben lassen, sondern auch den geschätzten Deutschen aufzeigen, dass sie ein anderes, schöneres, blühendes, lebendiges, historisch und kulturell attraktiveres Syrien kannten, als das, was man heute mit ihrem Lande verbindet.