HOFHEIM – Der barrierefreie Ausbau der Bushaltestellen in Hofheim und seinen Stadteilen hat am 18. September 2017 mit den beiden Haltestellen „Dresdner Weg“ in Höhe Frankfurter Straße 80 begonnen. Zwischenzeitlich sind 22 Haltestellen umgebaut, an vier Haltestellen – je zwei in Langenhain und Marxheim – laufen die Arbeiten.
Am Beispiel der Haltestelle „Bodelschwingh-Schule“ im Königsberger Weg informierten Bürgermeisterin Gisela Stang, Erster Stadtrat Wolfgang Exner, Birgit Hartmann, Prokuristin bei der Main-Taunus-Verkehrsgesellschaft, Thomas Schmidt von der Hessischen Landesbahn sowie die zuständigen städtischen Mitarbeiter, Hans-Jürgen Bock, Team Verkehrsanlagen, und Rüdiger Ackermann, Team Abfallwirtschaft / Öffentlicher Personennahverkehr, über den Ausbau und seine Vorteile für Fahrgäste, die sehbehindert sind oder mit dem Rollstuhl, Rollator, aber auch Kinderwagen und Gepäck unterwegs sind.

Prof. Dr. Kurt Jacobs, Vorsitzender des Kommunalen Beirats für die Belange von Menschen mit Behinderung, war ebenso dabei wie Johannes Elbert, Leiter der benachbarten Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule, und die stellvertretende Schulleiterin Anette Wenzel.

Die Hessische Landesbahn stellte zur Demonstration freundlicherweise einen Bus zur Verfügung. Hintergrund des barrierefreien Ausbaus ist eine Änderung des Personenbeförderungsgesetzes, das für die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs bis 2022 eine vollständige Barrierefreiheit fordert. Im ersten Abschnitt, der etwa ein Jahr dauern wird, werden 37 von circa 120 Haltestellen umgebaut. Von den 37 Haltestellen liegen elf in der Kernstadt, 22 in Marxheim und je zwei in Langenhain sowie Wildsachsen. Die weiteren Haltestellen folgen in den kommenden Jahren. Pro Bushaltestelle dauert der Umbau etwa zwei Wochen. In dieser Zeit richtet die Main-Taunus-Verkehrsgesellschaft jeweils Ersatzhaltestellen ein. Mit Verkehrsbehinderungen muss vereinzelt gerechnet werden.
Die Haltestellen erhalten 20 bis 22 Zentimeter hohe Spezialbordsteine, damit Rollstuhlfahrer, Rollatorbenutzer, aber auch Eltern mit Kinderwagen und Reisende mit Gepäck zukünftig beim Ein- und Aussteigen in Niederflurbusse keine Höhenunterschiede mehr überwinden müssen. Für sehbehinderte Fahrgäste werden kontrastreiche und mit dem Blindenstock ertastbare Leitelemente in den Bodenbelag eingelassen. Die Bausumme für die 37 Haltestellen wird bei circa 1,3 Millionen Euro liegen. Das Land Hessen unterstützt die Stadt Hofheim mit 597.000 Euro.
Die Planung für 32 weitere Haltestellen ist bereits vergeben. Dafür wurden beim Land Hessen wieder Zuschüsse beantragt. Mit der Genehmigung wird für die zweite Jahreshälfte gerechnet. Somit könnte mit der Umsetzung Ende 2018 beziehungsweise Anfang 2019 begonnen werden.

Die derzeit fertiggestellten Haltestellen sind:
Hofheim-Nord: Polizei, Hermann-Friesen-Straße (Süd), Globus, Am Stegskreuz (Nord und Süd), Reha-Zentrum, Krankenhaus (Ost und West), Am Klingenborn, Seniorenresidenz, Am Untertor.
Marxheim: Am Rosenberg, Amselweg (Ost und West) Schlesierweg (Nord und Süd), Berliner Straße, Heiligenstockschule, Bodelschwingh-Schule (Nord und Süd), Dresdner Weg (Nord und Süd).

Verbleibende Haltestellen bis Sommer 2018:
Marxheim: Am Forsthaus, Mühlenweg (West und Ost), Kassernstraße (Nord und Süd), Festplatz, Klarastraße (Ost und West), Mainzer Straße (Ost und West), Landratsamt.
Langenhain: Gartenfeldstraße, Usinger Straße.
Wildsachsen: Am Seyenbach, Parkstraße.

Monika Thews
Magistrat der Kreisstadt Hofheim am Taunus