Gustavsburg. Mehr als 350 junge Menschen der vierten und fünften Klassen der Gustav-Brunner-Schule Gustavsburg, der Albrecht-Schweitzer-Schule Ginsheim, der IGS Mainspitze und der Carlo-Mierendorff-Schule Kostheim kamen zu den vier Experimental-Lesungen mit Joachim Hecker. Die Buchhandlung in der Villa Herrmann hatte dazu wegen des Welttags des Buches, der jährlich am 23. April stattfindet, eingeladen. Dem Wissenschaftsjournalisten Hecker gelang es, mit seinen kurzen Lesungen aus seinem Buch „Das Raumschiff der kleinen Forscher“ und den passenden Experimenten, die Kinder zu verzaubern. Einige Schülerinnen und Schüler durften sogar auf die Bühne kommen, um Hecker bei seinen Versuchen zu helfen. Durch Unterdruck, in einem Rohr erzeugt, knallte plötzlich ein Schokoladen-Ei durch die Lüfte. Mit einem Bleistiftspitzer, den Hecker in eine Flasche legte und mit Essig übergoss, erzeugte er „den ältesten Stoff des Universums“: Die Flasche wurde mit einem Luftballon verschlossen. Das Gemisch in dem Glasbehälter erwärmte sich. Der Luftballon wurde immer größer. Als Hecker auf Anweisung der Zuschauer an dem inzwischen riesigen Luftballon sein Feuerzeug zündete, wurden die Gäste von einem lauten Knall und einer großen Lichtkugel erschreckt. Das hatten sie so nicht erwartet. Der Autor verriet ebenfalls ein Experiment, mit dem die Kinder beobachten können, wie ihren Eltern das Blut in den Adern gefriert. Und schließlich lud er am Nachmittag in der Villa Herrmann die Zuhörer zu einer Bastelaktion ein, die optische Täuschungen zum Thema hatte. Auch die Buchhändler Monika Trapp und Hans Jürgen Jansen waren über die Aktionen von Hecker erfreut, der auf seine Zuschauer zuging und sie in das Geschehen einbezog. Das war eine „rundum gelungene, lebendige Leseförderaktion“, wie eine Lehrerin es formulierte.

Hans J. Jansen – Presse und Kulturarbeit