Rüsselsheim. Um der Opfer des Zweiten Weltkriegs zu gedenken und an die schrecklichen Kriegsereignisse zu erinnern, hat das Generalkonsulat der Russischen Föderation aus Frankfurt am Main am 9. Mai auf dem Waldfriedhof Kränze niedergelegt. Der Tag gilt in Russland als einer der höchsten Feiertage. Die Kranzniederlegung findet an vielen Orten statt und wird auf dem Rüsselsheimer Kriegsgräberfeld bereits seit Jahren durchgeführt. Das Generalkonsulat wurde durch Attaché Nikita A. Raevskiy vertreten. Unter den Gästen war auch Oberbürgermeister Udo Bausch sowie Vertreter der amerikanischen und italienischen Konsulate. An der Kranzniederlegung haben rund 40 Personen teilgenommen.
Auf dem Rüsselsheimer Waldfriedhof ruhen im Bereich der Weltkriegsopfer nicht nur über 100 sowjetische Kriegsgefangene, sondern auch 106 Deutsche, 15 Belgier, 57 Franzosen, 32 Italiener, 2 Litauer, 2 Niederländern, 1 Tschechoslowake sowie 46 unbekannte Soldaten und Zivilisten aus anderen Ländern. Kriegsgräberstätten stehen unter besonderem Schutz und werden mit Unterstützung der Bundesländer durch die jeweilige Kommune dauerhaft gepflegt und unterhalten.

Gabriele Wacker
Stadt Rüsselsheim am Main