Rüsselsheim. Was muss Rüsselsheim am Main bieten, damit junge Menschen dort gerne leben und wohnen? Dieser Frage gingen Schüler der 10. Klasse der Max-Planck-Schule im Rahmen einer Unterrichtseinheit ihres Erdkundekurses nach. Unter Vermittlung der städtischen Jugendförderung stand Baudezernent Nils Kraft 15 Mädchen und sieben Jungen mit ihrem Lehrer Ullrich Gebhardt im Rathaus Rede und Antwort. Den Architekten Kraft, der in der Stadtverwaltung unter anderem die Stadtplanung verantwortet, freute das große Interesse an diesem Thema: „Stadtentwicklung ist nicht nur ein Thema für die Erwachsenen. Als Stadt dürfen wir die Bedürfnisse der jüngeren Altersgruppen nicht vergessen.“
Nachdem der Baudezernent in das Thema Stadtentwicklung eingeführt hatte, stellten ihm die Schülerinnen und Schüler selbstverfasste Gedichte vor, in denen sie sich auf künstlerische Art und Weise mit „ihrer“ Stadt auseinander gesetzt haben. Gemeinsam mit Ronja Hörl vom Kinder- und Jugendbüro sowie Nils Kraft diskutierten und analysierten sie die Verse und identifizierten besonders wichtige Themen. Im Anschluss ging es in die Tiefe von Stadtplanung und -entwicklung. Der Erdkundekurs hatte im Rahmen seines Unterrichts elf verschiedene Aspekte zusammengefasst, etwa „Miete, Grundfläche, Wohnraum“ oder „Mobilität, Nahverkehr“. Dabei haben die Jugendlichen die Ist- mit der Soll-Situation abgeglichen und daraus Wunschvorstellungen für „ihre“ Stadt formuliert. In Kleingruppen diskutierten die Schülerinnen und Schüler die Ergebnisse mit dem Baustadtrat. Viele Wünsche seien gut nachvollziehbar, aber, so Kraft, es müsse auch geschaut werden, für welche Themen die Stadt tatsächlich zuständig sei. Dabei lobte er die Klasse: „Es ist wichtig, dass ihr eure Wünsche artikuliert. Und je lauter desto besser. Denn so können wir die Bedürfnisse von Jugendlichen besser im Auge behalten.“

Asswin Zabel
Stadt Rüsselsheim am Main