Flörsheim. Zur Feier von 25 Jahren Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Pérols reiste in der vergangenen Woche eine 40 Personen zählende Delegation aus Flörsheim am Main in die südfranzösische Region Camargue. Mit dabei waren Bürgermeister Michael Antenbrink mit Gattin, Stadtverordnetenvorsteher Steffen Bonk, weitere Mitglieder des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung, Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung und Mitglieder des Freundeskreises Pérols-Flörsheim. Die Gäste erwartete ein von ihren Gastgebern organisiertes abwechslungsreiches Ausflugs- und Besichtigungsprogramm, das sie unter anderem in das malerische Dorf Les Baux-de-Provence mit seiner beeindruckenden Burgruine und in das Städtchen Aigues-Mortes mit seiner gut erhaltenen Stadtmauer samt Wehrtürmen führte. Sehr sehenswert war auch der Besuch der Multimediashow im Carrière des Lumières, einem stillgelegten Steinbruch, in dem zurzeit Gemälde von Picasso und anderer spanischer Meister dreidimensional auf die Flächen der Kalksteinwände projiziert werden.
Wichtiger als das touristische Besuchsprogramm war natürlich der persönliche Kontakt der Bürgerinnen und Bürger aus Flörsheim und Pérols. Die Gäste wurden bei ihren Ausflügen stets von Einheimischen begleitet, so dass ausreichend Gelegenheit bestand, sich miteinander auszutauschen.
Auch Bürgermeister Michael Antenbrink hatte die Möglichkeit, sich mit seinem französischen Amtskollegen Jean-Pierre Rico ausführlich zu unterhalten. Gemeinsam mit den Vertretern der Freundeskreise beider Städte vereinbarten die Bürgermeister, die Zusammenarbeit der Partnerstädte zu intensivieren. So soll der Austausch im Bereich des Sports ausgeweitet werden, auch die Stadtverwaltungen sollen häufiger miteinander Kontakt pflegen und voneinander lernen. Als wichtigstes Ziel jedoch wurde verabredet, verstärkt junge Leute für die Idee der Städtepartnerschaft zu gewinnen, um die Zukunft der fruchtbaren Verbindung beider Städte zu sichern. Zur Feier des Tags der Deutschen Einheit am 3. Oktober wird Pérols Bürgermeister Jean-Pierre Rico auch erstmals Flörsheim am Main besuchen und sich ein eigenes Bild von der Untermainstadt machen.
Die Flörsheimer Delegation war mit dabei, als zum Andenken an den 2016 verstorbenen ehemaligen Präsidenten und Mitbegründer des Pérolser Freundeskreises, Gilles Rheims, ein Saal des dortigen Kulturzentrums offiziell nach ihm benannt wurde. Der Flörsheimer Rathauschef hatte die Flörsheimer Bürgermedaille in Silber in zweifacher Ausfertigung im Gepäck, um sie verdienten Aktivistinnen des Pérolser Freundeskreises zu verleihen. Geehrt wurden Claude Martin und Elisabeth Erbe als Zeichen des Dankes und der Anerkennung für ihr außerordentliches Engagement um die Städtepartnerschaft.

Andreas Wörner
Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit und Stadtarchiv