Ginsheim-Gustavsburg. Der neu gestaltete Platz in der Rudolf-Diesel-Straße, im Zentrum des Stadtteils Gustavsburg, hat einen Namen erhalten. Bei einem Bürgerfest am vergangenen Samstagnachmittag wurde das Schild mit dem Namen „Fritz-Bauer-Platz“ feierlich enthüllt. Zu diesem Anlass war auch Staatssekretär Thomas Metz vom hessischen Justizministerium nach Gustavsburg gekommen. In seiner Rede würdigte er die Persönlichkeit Fritz Bauer, bekannt als Initiator der Auschwitz-Prozesse, und lobte die Stadt dafür, dass sie sich für diesen Namen entschieden hat. Der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Mario A. Bach, erläuterte den erfolgten Namenswettbewerb und gratulierte dem Gewinner, Rolf Leinz. Den ausgelobten Preis, ein Scheck mit einem durch die Volksbank Mainspitze gesponserten Betrag von 250 Euro, leitete Rolf Leinz an Susanne Kühn-Benning für die Arbeit des Vereins Hospiz Mainspitze weiter. Zuvor hatte Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha die mehr als 100 Besucher auf dem Platz willkommen geheißen und sie über die Umgestaltung informiert. Die Baumaßnahme sei zu zwei Dritteln aus dem Bund-Länder-Förderprogramm „Aktive Kernbereiche“ finanziert worden und zu einem Drittel aus dem städtischen Haushalt, so Puttnins-von Trotha. Einen Mittelpunkt in der Stadt zu haben, sei für den Einzelhandel, aber auch für die Bürgerinnen und Bürger wichtig, denn dies trage dazu bei, dass es einen Treffpunkt gebe und Menschen miteinander ins Gespräch kommen. „Ein Platz für Freunde und Nachbarn soll dieser Platz sein“, so der Bürgermeister, der darauf hinwies, dass erst am Vortag der europäische „Tag der Nachbarn“ gefeiert worden war.
Bei dem Fest konnten die Gäste den Platz erstmals in voller Funktion erleben. Die Brunnenanlage war eingeschaltet worden und bot an dem sonnigen Tag nicht nur den Kindern eine willkommene Erfrischung. Für die Bewirtung sorgten Christian Märker und sein Team vom REWE-Markt, die Stadtteilfeuerwehr Gustavsburg und das Kulturbüro der Stadt. Unterhalten wurden die Besucher durch das Jazz-Trio „Quant“, bestehend aus Magnus Zimmer (Bass), Sebastian Steinmetz (Gitarre) und Philipp Koelges (Schlagzeug und Keyboard).

Sandra Röder
Stadt Ginsheim-Gustavsburg