Rüsselsheim. Hameln an der Weser und die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover waren für 3 Tage das Ziel des Jahrgangs 1942/ 43. Nach einer Mittagspause im schönen Alsfeld rollte der Bus durch das Weserbergland nach Hameln, wo am Hotel schon eine kundige Stadtführerin wartete. Sie führte die Gruppe durch die wunderschöne Altstadt nahe der Weser, deren Wasserstand ebenso unter einer seit sechs Wochen anhaltenden Trockenheit litt, wie die Leine in Hannover. Der frühere Reichtum der in Hameln ansässigen Kaufleute ist bis heute an den wunderschönen vorgesetzten Fassaden der Häuser im Stil der Weserrenaissance zu erkennen. Dass sie zu geizig waren, einem erfolgreichen Rattenfänger den versprochenen Lohn zu zahlen, haben sie bitter büßen müssen. Im als Messe- und Industriestadt bekannten Hannover überraschten am 2. Tag die vielen, nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg im alten Stil mit viel Fachwerk wieder aufgebauten, Häuser der Innenstadt sowie das prachtvolle sogenannte Neue Rathaus mit seiner großen Kuppel. Kaiser Wilhelm II hat es 1913 persönlich eingeweiht, da Hannover damals preußisch war. Am Nachmittag konnte jeder entspannt durch die herrlichen Herrenhäuser Gärten am Rande der Messestadt bummeln. Der 50 Hektar große Barockgarten mit seinen Wasserspielen und dem wieder aufgebauten Schloss bot nicht nur sonnige Wege, sondern auch Bänke im Schatten mit herrlichen Ausblicken. Auf der Rückfahrt am 3. Tag ging es noch zu dem in einer Moorlandschaft gelegenen Steinhuder Meer, mit einer durchschnittlichen Tiefe von nur 1 1/2 m. Wieder meinte es die Sonne nur allzu gut als das flache Fahrgastschiff mit der Gruppe über den See glitt. Nach dem Besuch einer Aalräucherei in Steinhude genossen deshalb alle die angenehme Heimreise im klimatisierten Bus besonders.

Manfred Quick