Rüsselsheim. Rüsselsheim am Main ist unter den ersten Kommunen in Südhessen, die in das Programm KOMPASS aufgenommen wurden. Oberbürgermeister Udo Bausch hatte die Sicherheitsinitiative der Hessischen Landesregierung begrüßt und persönlich die Rüsselsheimer Bewerbung vorangetrieben. Neben Rüsselsheim sind Bensheim, Griesheim, Michelstadt und Viernheim mit dabei. Zuvor war gab es Pilotprojekte in Modellkommunen. Vergangenen Freitag (15. Juni) fand nun die Auftakt-Informationsveranstaltung des Polizeipräsidiums Südhessen statt. „Ich freue mich sehr, dass Rüsselsheim den Zuschlag erhalten hat. Die Polizei wird im nächsten Schritt Termine mit den einzelnen Kommunen vereinbaren, um vor Ort in das Präventions-Thema einzusteigen. Das Programm sieht eine generelle Verzahnung und enge Kooperation zwischen der Stadt und der Polizei vor, in die auch die Bürgerinnen und Bürger mit einbezogen werden“, sagte Bausch. Es sei wichtig, auf kommunaler Ebene an der Lösung lokaler Herausforderungen zu arbeiten, vor allem präventiv. Dass ihm die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger am Herzen liegt, hatte Bausch zuvor schon mit der Wiederbelebung des Präventionsrats unter Beweis gestellt. Auch in diesem Gremium arbeitet die Stadt eng mit der Polizei und dem Amtsgericht zusammen. Inhaltlich bearbeitet werden dort beispielsweise Maßnahmen zum Schutz vor Wohnungseinbrüchen, Straftaten gegen ältere Menschen oder Fahrrad- und Ladendiebstahl, häusliche Gewalt oder Drogenmissbrauch. „Ich sehe großen Handlungsbedarf, um hier aufklärend und vorbeugend aktiv zu werden“, sagte Bausch. Derzeit verschaffe sich der Präventionsrat einen Überblick über bereits laufende Maßnahmen, um dann im zweiten Schritt künftig auch als Anlaufstelle und Netzwerk zu dienen. „Der Präventionsrat und die Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden im KOMPASS-Programm sind wichtige Schritte, die unterstreichen, dass ich die Themen, die die Bürgerinnen und Bürger beschäftigen ernst nehme. Die beiden Gremien werden auch wichtige Impulsgeber sein, um bei bereits erkannten Problemen zu nachhaltigen Lösungen zu kommen“, sagte Bausch. Das bundesweite Vorbeugeprogramm KOMPASS startete im Dezember 2017 in den Modellkommunen Hanau, Maintal, Bad Homburg und Schwalbach. Alle 426 hessischen Städte und Gemeinden konnten sich danach um die Aufnahme bewerben. Wer den Zuschlag erhält, muss verschiedene Maßnahmen der Bürgerbeteiligung durchführen, beispielsweise Bürgersprechstunden, Bürgerversammlungen und Ortstermine. Der Schwerpunkt der KOMPASS-Arbeit liegt auf nachhaltiger Prävention.

Gabriele Wacker

Stadt Rüsselsheim am Main