Bischofsheim. Die Flüchtlingshilfe hatte für den 26. Juli zu einem Tagesausflug eingeladen und insgesamt 27 geflüchtete junge Männer und Familien mit Kindern, die in Bischofsheim leben, fanden sich morgens am Treffpunkt ein.
Begleitet wurden sie von 11 ehrenamtlichen Mitarbeitern und der Sozialarbeiterin der Caritas, Frau Lutz. Das Freilichtmuseum Hessenpark war Ziel der kleinen Reise. In dem Park wird liebevoll das hessische Dorfleben der letzten Jahrhunderte bewahrt und es werden Einblicke in alte, fast vergessene Handwerksberufe gewährt. Für die Besuchergruppe aus Bischofsheim, eröffnete sich damit ein anschaulicher Blick in die Vergangenheit ihrer neuen Heimat. In kleinen Gruppen aufgeteilt, wurden die alten Wohn- und Arbeitsgebäude besichtigt. Besondere Beachtung fanden die Vorführungen im Haus der Wollverarbeitung und in der Blaufärberei. Die Kinder staunten über die Einrichtung in der historischen Schule, aber sie hatten auch Freude an den vielen Haustieren, die auf dem Museumsgelände leben. Der kleine Mohammed zeigte in der Sonderausstellung „Metallbaukästen“ am Kran viel Geschick und machte spielerisch einen „Mini-Kranführerschein“. Da es an diesem Tag sehr heiß war, wurde schon bald eine Rast im Schatten am Spielplatz eingelegt und das mitgebrachte Picknick verzehrt. Hier hatte es eine Wasserpumpe den Jüngsten der Reisegruppe besonders angetan und sie genossen die willkommene Abkühlung. Großen Spaß hatten die Kinder und ihre Eltern auch auf der alten, überdachten Kegelbahn. Die Heimfahrt erfolgte wegen den hohen Außentemperaturen etwas früher als geplant und zum Abschluss gab es für alle Teilnehmer noch ein leckeres Eis in Bischofsheim. Finanziert wurde die Fahrt vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft in Berlin. Sie ist Teil des einjährigen Förderprogramms „Lebenswelten, Schaffung von Orten der interkulturellen Begegnung“.

Gabriele Wirbelauer