Kriftel. Jahrgänge auf Jahrgänge von Kindern und Jugendlichen haben auf dem alten Wikinger-Schiff am Rande des großen Spielplatzes und nahe dem Parkbad im Freizeitpark gesessen, darauf geschaukelt und sind auch auf ihm auf Entdeckungstour gemäß ihrer Phantasie in die Welt gefahren.

Wikinger als Entdecker und Eroberer

Immerhin: Schon weit vor Columbus(1451-1506/Entdeckung Americas 1492) sollen die Wikinger (um 1000) den Kontinent, auch „die Neue Welt – Novus Mundi“, von Amerigo Vespucchi so treffend genannt und gleich in seinem Buch beschrieben, entdeckt haben. Den hat dann der deutsche Mercator (1512-1594/Gerhard Kremer)), der bedeutende Kartograph, aus Verlegenheit damals als America auf seiner ersten Weltkugel (Globus) den bis heute bestehenden Namen gegeben. Er wurde dazu von Amerigo Vespucci (1451-1512), italienischer Seefahrer, angeregt. Der hatte nämlich auf seinen Entdeckungsreisen nach Süd- und Nord-America ganz klar erkannt, dass Columbus nicht wie vorgehabt „Asien im Westen“ angelaufen war, sondern einen neuen, noch nicht entdeckten Kontinent. Mercator vertraute Vespucci und nannte daher nach ihm den Kontinent America, eine Abwandlung von Vespuccis Vornamen Amerigo.

Schlank und schnell

Die schlanken Schiffe der Wikinger mit dem hochgezogenen Bug und dem flachen Kiel erlaubten es ihnen, aus dem Meer kommend mit Tempo bis auf Strände hoch zu fahren und von dort rasch Eroberungen vorzunehmen. Nachdem die römische Kriegsflotte vernichtet war (um 200), drangen Wikinger sogar bis ins Mittelmeer vor und ließen sich in Teilen Italiens als Normänner mit eignem Adelsreich nieder.

Tradition Meister Uhl

Wer sich also als Junge oder Mädchen in Kriftel als Entdecker oder Eroberer fühlt, hat mit dem Wikinger-Schiff das rechte Fahrzeug, in die Welt zu rudern und zu segeln.

Der Meisterbetrieb Hugo Uhl (verstorben) in Frankfurt hatte das alte Wikinger-Schiff von Hand hergestellt. Beim neugeschaffenen Schiff, sind Bug und Heck (Hals- und Drachenkopf) reine, neue Handarbeit mit Farbenschmuck. Die Sitzfläche besteht modern aus Metall. Wappenteller, auch aus Holz und Handarbeit, schmücken sie nach Wikinger-Eroberungsart.

Sicherheit für Kinder und Jugendliche

Das Schiff ist sicher verankert im Boden, denn es muss robustes Anschieben aushalten. Allein diese nötige Sicherheitsmaßnahme hat zusätzlich beträchtlich Geld gekostet.

Erster Beigeordneter Franz Jirasek inspizierte jetzt die Aufstellung und machte auch auf den Bodenbelag ums Schiff aufmerksam: Er ist nachgiebig und federt eventuelle Stürze der jungen Seefahrer ab. Auch daran hat die Gemeinde vorausschauend gedacht. Mit Louis. Johanna und Lea hatte Jirasek auch drei erste Tester des Schiffs vor sich, die es sofort und begeistert annahmen.

Gesamtkosten

Die Gemeinde kostet das Ganze: 7.600 Euro für das Schiff, sein Einbau mit Verankerung im Boden sowie die Erneuerung des Fallschutzbelags kosten weitere 4.500 Euro. Alles zusammen brutto 12.100 Euro.

Pressestelle Kriftel