Rüsselsheim. Zwölf neue Auszubildende bei der Stadtverwaltung, Kultur123 und dem Abwasserverband begrüßte Oberbürgermeister Udo Bausch heute im Rathaus. „Zu meiner Zeit war alles viel steifer, aber es hat sich zum Glück sehr viel geändert. Heute müssen sich auch die Arbeitgeber gut darstellen, damit sich gute junge Leute bewerben“, sagte Bausch und gab sich überzeugt, dass die neuen Kolleginnen und Kollegen im Rahmen ihrer Ausbildung viel lernen werden. Die Spanne der Einsatzgebiete ist groß. Sie reicht von Verwaltungsfachangestellten über Kaufleute für Büromanagement bis zum Bachelor of Arts – Public Administration, einer Veranstaltungskauffrau bis hin zur Fachkraft für Abwassertechnik beim Abwasserverband. Erstmals wurden in diesem Jahr zwei Ausbildungsstellen beim Amt für Brandschutz für Werksfeuerwehrleute angeboten, die auch besetzt werden konnten.

Dass sich in den kommenden Jahren in der Verwaltung viel verändern wird, davon ist Bausch überzeugt. „Heute kommen die Bürgerinnen und Bürger für viele Anliegen noch zu uns. In wenigen Jahren werden mit den steigenden Anteilen von E-Government viele Dinge von Zuhause am Bildschirm erledigt. Und Sie bereiten dieses Zeitalter mit vor“, adressierte Bausch die neuen Kolleginnen und Kollegen und stand auch für Fragen Rede und Antwort. Im Gepäck hatte der Rathauschef aber auch selbst Fragen. Er wollte von den jungen Leuten wissen, warum sie sich für eine Ausbildung bei der Stadt Rüsselsheim entschieden haben. „Das waren die Sympathischsten und Schnellsten“ und „das hat zwischenmenschlich gepasst, ich hatte ein gutes Gefühl“ waren sehr zur Freude des Oberbürgermeisters die häufigsten Antworten. Auch die Brandschützer haben sich beim Nachwuchs gut präsentiert: „Ich habe mich so gefühlt, als wäre ich immer schon dabei gewesen“.

Insgesamt sind bei der Stadt Rüsselsheim, im Eigenbetrieb Kultur123, dem Abwasserverband, dem Gesundheits- und Pflegezentrum Rüsselsheim, den Stadtwerken und der gewobau 129 Ausbildungsplätze zur Zeit besetzt. Hinzu kommen bei der Stadt 57 Praktikumsplätze im Sozial- und Erziehungsdienst und 10 Plätze für Erzieherinnen und Erzieher in berufsbegleitender Ausbildung. Darüber hinaus stehen in diesem Jahr 29 Praktikumsplätze für Erzieherinnen und Erzieher im Anerkennungsjahr in Kitas und Betreuungsschulen sowie 24 für Sozialassistentinnen und -assistenten und 4 für Sozialarbeiter/Sozialpädagogen im Anerkennungsjahr zur Verfügung. Im Auswahlverfahren trifft die Stadt keine Vorauswahl mehr nach Schulnoten. Vielmehr werden alle Bewerberinnen und Bewerber zum Auswahlverfahren eingeladen. Die Einladungen zu Vorstellungsgesprächen erfolgen dann nach den Testnoten.