Hochheim. Der Harz und sein Umland sind uraltes kaiserliches Gut. Zahlreiche Burgen und Klöster, bedeutende Dome und ihre Schatzkammern zeugen davon. Die hochsommerliche Kurzreise vom 24. bis 27. Juli an den Nordrand des Harz – unter der bewährten Leitung von Kunsthistoriker Dr. Andreas Thiel – führte die Teilnehmer zu den großen Sehenswürdigkeiten der Kunst, wie z.B. in die Kaiserpfalz von Goslar und auf die Domhügel von Quedlinburg und Halberstadt. Auch Kleinode wie die Stiftskirche Gernrode oder die Klöster Drübeck und Walkenried mit dem beeindruckenden Klostermuseum wurden besucht. Quartier für drei Nächte war das Hotel ‚Schlossmühle‘ am Fuß des Burgberges von Quedlinburg. Der Höhepunkt der Hinfahrt waren die Besuche der Neuwerkkirche, der ehemaligen Klosterkirche des im 12. Jahrhunderts gegründeten Zisterzienserfrauenklosters sowie der zwischen 1040 und 1050 unter Heinrich III errichteten Kaiserpfalz in Goslar. Der Vormittag des nächsten Tages stand ganz im Zeichen des Besuchs der Stiftskirche St. Servatii in Quedlinburg sowie des Domschatzes. Ein kurzer Spaziergang durch die Altstadt von Quedlinburg mit anschließender Mittagspause beendete den Vormittag. Am Nachmittag folgte der Besuch der Stiftskirche St. Cyriakus in Gernrode. Das bedeutendste Kunstwerk stellt hier das Heilige Grab dar. Es ist nördlich der Alpen die älteste erhaltene Nachbildung des Grabes Christi in Jerusalem. Nach einer kurzen Kaffeepause im urgemütlichen Cafe „Der Froschkönig“ ging es über den Hexentanzplatz – mit einem beeindruckenden Ausblick über Thale und ins Bodetal – zurück nach Quedlinburg. Die Führung durch den Dom St. Stephanus und Sixtus in Halberstadt und durch den beeindruckenden Domschatz – mit mehr als 650 Objekten gilt er als einer der kostbarsten Kirchenschätze der Welt – war der Höhepunkt des dritten Tages. Aber auch der Besuch der Liebfrauenkirche in Halberstadt, die einzige 4-türmige romanische Pfeilerbasilika in Mitteldeutschland, beeindruckte die Teilnehmer. Der Nachmittag sah dann eine (erholsame) Kurzwanderung im Ilsetal sowie einen Spaziergang durch die Klosteranlage von Kloster Drübeck vor.  Mit einer Panoramafahrt durch den Harz entlang des Okertals bis zum Stausee und weiter über Altenau, Torfhaus und Braunlage nach Walkenried und einer Führung durch das Klostermuseum endete die Reise. Gegen 19.30 Uhr trafen die Teilnehmer, wohlbehalten und mit der Erinnerung an vier beeindruckende, interessante Tage, wieder in Hochheim ein.

Klaus Schlicht