Rüsselsheim. Eine ruhige Bilanz des Jahreswechsels in Rüsselsheim am Main konnte Brandschutzdezernent Nils Kraft gemeinsam mit Jörg Wintermeyer vom Amt für Brandschutz ziehen. Außer einem Wohnungsbrand verzeichneten die städtischen Brandschützer keine besonderen Vorkommnisse. Kraft dankte allen Einsatzkräften für die im vergangenen Jahr geleistete Arbeit und die schnelle und kompetente Hilfe für die Bürgerinnen und Bürger. Der Stadtrat nutzte die Gelegenheit aber auch zu einem Appell: „Leider stellen wir vermehrt fest, dass Feuerwehrzufahrten zugeparkt werden oder Fahrzeuge in Halteverbotsbereichen abgestellt werden. Beim Einsatz von Feuerwehr und Rettungskräften zählt jedoch jede Minute. Daher ist es entscheidend, dass die Zufahrten und Rettungswege freigehalten werden.“ Wenn man selbst einmal darauf angewiesen sei, sei man froh, wenn die Hilfe schnell vor Ort sein könne.

Dass die zurückliegende Silvesternacht  außergewöhnlich ruhig verlief, bestätigte auch Jörg Wintermeyer. Es habe keinen einzigen Einsatz gegeben. Man habe allerdings nach dem Wohnhausbrand am Erlenweg verschiedene Kontrollen gemacht, um auszuschließen, dass dort noch einzelne Glutnester vorhanden seien. Wintermeyer lobte zudem das Zusammenspiel von hauptamtlichen Kräften mit der Freiwilligen Feuerwehr. „Ich war selbst vor Ort, und die Zusammenarbeit hat super gut funktioniert“, sagte Wintermeyer. Wie Kraft erläuterte auch Wintermeyer noch einmal, wie entscheidend der Zeitfaktor bei Bränden oder anderen Einsätzen ist. „Die Feuerwehrfahrzeuge benötigen eine große Fläche, beispielsweise, wenn die Drehleiter eingesetzt und manchmal auch noch einmal versetzt werden muss. Zudem muss erhebliche Ausrüstung im Einsatzfall so schnell es geht entladen werden. Und ab und zu sind die Feuerwehrleute auch als Ersthelfer tätig, bis die Sanitäter oder der Notarzt vor Ort sind. Es zählt wirklich jede Sekunde,“ unterstreicht Wintermeyer.

Insgesamt verzeichnete das Amt für Brandschutz an Weihnachten und zwischen den Jahren drei Kleinbrände. In sechs Fällen mussten wegen hilfloser Personen Wohnungstüren geöffnet werden, es gab einen Verkehrsunfall, bei dem aber glücklicherweise niemand verletzt wurde, und im Theater wurde der bei Vorstellungen erforderliche Brandsicherheitsdienst geleistet.

Gabriele Wacker