Hofheim. Unter dem Titel „Die andere Welt“ präsentieren Heidrun und Dieter Brembs geschaffene Kunstwerke, unter anderem Fotocollagen, Malerei und Holzreliefs. Wie Erster Kreisbeigeordneter Wolfgang Kollmeier mitteilt, wird die Ausstellung im Rahmen einer Vernissage am Donnerstag, 24. Januar, um 19 Uhr im Landratsamt eröffnet. „Hier wird Kunst von Künstlern aus dem Kreis präsentiert. Wir können auf unsere breite Kulturlandschaft hier im MTK sehr stolz sein“, so Kollmeier. Das Künstlerehepaar lebt in Hofheim-Wallau und hat dort ein eigenes Atelier.

Heidrun Brembs, ehemalige Grundschullehrerin, befasst sich mit künstlerischen Möglichkeiten der Fotografie. Ihre Fotocollagen aus selbst gemachten Fotos stehen laut eigenen Angaben ganz in der Tradition des Surrealismus: Die Normalität der Erscheinungswelt werde durch Alternativen in Frage gestellt. So würden alle Veränderungen am Fotomaterial nicht durch ein digitales Programm, sondern manuell vorgenommen.

Ihr Mann Dieter Brembs, ehemals Professor an der Kunsthochschule der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, stellt als Zeichner Holzreliefs und Malerei vor. Seine Arbeiten würden von der gleichen formalen Struktur bestimmt; es „sind Zeilen, die mit ihrer streng geordneten Anlage einen Text assoziieren lassen, der jedoch nicht beziehungsweise nicht mehr lesbar ist“. So würden laut Brembs viele Spuren der typisch menschlichen Aktivität des Aufschreibens mit der Zeit ihre Verständlichkeit und damit auch ihren Sinn verlieren.

Neben der Erstellung von Kunstwerken experimentiert das Ehepaar zudem seit mehreren Jahren in seiner „Kunststation Wallau“ mit neuen Formen des Figurentheaters. So zeigen die Austeller bei der Vernissage eine Szene aus ihrem neuen Figurentheater „Der weise Nathan“. Zur Eröffnung spricht außerdem die Hofheimer Künstlerin Ingrid Jureit; der Eintritt ist frei.

Die Ausstellung ist bis 15. Februar während der allgemeinen Öffnungszeiten (montags bis mittwochs von 7.30 bis 16.30 Uhr, donnerstags von 7.30 bis 18 Uhr und freitags von 7.30 bis 13.30 Uhr) zu sehen.

Dr. Johannes Latsch